Trollblumen, Trollius europaeus

Trollblumen, Trollius europaeus

Auf Wanderungen trifft man sie häufiger an: die Trollblume (Trollius europaeus). Sie wird auch Goldköpfchen oder Butterkugel genannt. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Wo der Name Trollblume herkommt ist nicht ganz klar: Entweder leitet er sich vom althochdeutschen Wort »troll« ab, was kugelrund bedeutet. Oder aber vom lateinischen »trulleus«, welches ein kugeliges Gefäß bezeichnet. Woher sich die anderen deutschen Trivialnamen ableiten ist klar, von der kugeligen, goldgelben Blüte der Pflanze. Diese geschlossene Form der Blüte lässt nur ausgesprochen kleine Insekten hinein. Für die Bestäubung sind dabei bestimmte Fliegenarten wichtig, die ihre Eier in den Blüten ablegen. Die Larven dieser Fliegen wachsen dann in der Blüte heran und ernähren sich vom Samen der Pflanze. Klar, dass jede Blüte nur eine begrenzte Anzahl an Larven verträgt, sonst bleibt kein Samen mehr übrig. Wiese mit Trollblumen, Trollius europaeus am Geigelstein Die Trollblumen sind leicht giftig und werden daher von Rindern nicht gefressen. Das führt oft dazu. das regelrechte Trollblumenwiesen entstehen. Wegen der Vernichtung Ihres Lebensraumes ist die Trollblume inzwischen gefährdet und daher geschützt, im Flachland sind sie inzwischen fast ganz verschwunden. Im Handel sind verschiedene Gartenformen erhältlich. Den mit Abstand größten Bestand an Trollblumen habe ich während einer Wanderung auf den Blumenberg Geigelstein im Chiemgau gesehen. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Auf den Chiemgauer Blumenberg Geigelstein Mein Lesetipp...