Eibenwald bei Paterzell (Pfaffenwinkel)

Eibenwald bei Paterzell (Pfaffenwinkel)

Es ist keine Wanderung, höchstens ein Spaziergang, denn die Runde durch den Eibenwald bei Paterzell im Pfaffenwinkel dauert höchstens eine knappe Stunde. Für botanisch interessierte Menschen lohnt sich der kleine Ausflug trotzdem, handelt es sich bei dem Eibenwald bei Paterzell – in Oberbayern zwischen Weilheim und Wessobrunn gelegen – doch um den größten in Europa noch existierenden Eibenbestand. Der verwunschene Eibenwald bei Paterzell, zwischen Weilheim und Wessobrunn (Oberbayern) gelegen. In diesem Naturschutzgebiet stehen noch über 2.000 Eiben (Taxus baccata). Allerdings ist der Name Eibenwald ist etwas irreführend: Der Wald besteht nicht nur aus Eiben. Dieser Baum wächst im Schatten anderer Bäume, so dass die Eiben zwischen deutlich höher wachsenden Bäumen wie Buchen, Tannen oder Fichten stehen. Dabei haben die Eiben ein Alter von bis zu 1.000 Jahren, sie stehen also schon eine ganze Zeit. Durch den Wald führt ein Rundweg, an dem immer wieder Stationen mit kurzen Erklärungen zu den Bäumen zu finden sind. Direkt am Beginn des Rundwegs steht, besser gesagt stand eine ca. 700 Jahre alte Eibe. Unglaublich aber wahr: Sie wurde 1997 Opfer eines Brandanschlags. Der knorrige Stamm einer Eibe (Taxus baccata) Das Holz der Eiben ist sehr hart, aber flexibel. So wurde es im Mittelalter gerne zum Bau von Bögen und Armbrüsten genommen. Der Baum ist aber sehr giftig, alle Pflanzenteile enthalten das Gift Taxin.  Für Pferde können bereits einige Eibennadeln tödlich sein, während der Mensch schon mehrere Zweige zu sich nehmen müsste um ernsthaft Schaden zu nehmen. Jedes Gift hat aber zugleich auch eine pharmazeutische Wirkung, so dass verschiedene Substanzen der Eibe in der Medizin Anwendung finden, z.B. als Mittel gegen Krebs. Mehr zum...