Exotische Kübelpflanze: Juanulloa mexicana

Exotische Kübelpflanze: Juanulloa mexicana

Mal wieder ein Beitrag über eine exotische Kübelpflanze: die Juanulloa mexicana. Sie wächst in einem Gebiet von Mexico bis Kolumbien und gehört in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanze wächst halbepiphytisch als Strauch oder Liane. Die Juanulloa mexicana wächst nicht bei mir im Garten, sondern bei meinem Vater. Er hat deutlich mehr Ehrgeiz und Ausdauer, solche empfindlichen Pflanzen so über den Winter zu bringen, dass sie im darauffolgenden Sommer wieder blühen. Die außergewöhnliche Blütenform dieser Kübelpflanze macht sich allerdings recht gut im Garten. Ein Hauch tropischer Blütenfülle. Weitere Beiträge über Vertreter der Nachtschattengewächse (Solanaceae) Tomaten oder Paradeiser (Solanum lycopersicum) Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) Die Lampionblume (Physalis alkekengi) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Tomatenliebe – Wie Amore und die Olympische Flamme den Weg in meinen Garten fanden Autor: Melanie Grabner, Christine Weidenweber Verlag: Verlag Eugen Ulmer Preis: 24,90...
Tomaten oder Paradeiser (Solanum lycopersicum)

Tomaten oder Paradeiser (Solanum lycopersicum)

Die Tomaten (Solanum lycopersicum) aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) ist eine der vielfältigsten Gemüse in unseren Gärten. Anderen Name des beliebten Fruchtgemüses sind Paradiesapfel bzw. Paradeiser (in Österreich) oder Goldapfel (= Pomodori in Italien). Dabei hat sich die Tomate sehr viel Zeit gelassen, bis sie nach ihrer Einführung in Europa von der breiten Masse als Gemüse akzeptiert wurde. Die Heimat der Tomate liegt in Mittel- und Südamerika, wo sie bereits von den Azteken und Inkas kultiviert und als Nahrungsmittel geschätzt wurde. Dort wurde sie „Xitomatl“ genannt, aus dem sich bei uns die Bezeichnung Tomate entwickelt hat. Die europäischen „Entdecker“ der Neuen Welt brachten sie im 16. Jahrhundert mit in die Alte Welt, wo sie allerdings lange ein Schattendasein fristete. Das mag vielleicht an ihrer Zugehörigkeit zu den Nachtschattengewächsen liegen, deren Familie ja auch zahlreiche giftige Vertreter zu ihrer Sippschaft zählt. Angeblich hat sie sich erst in der Zeit des ersten Weltkriegs als Nahrungsmittel für das Volk durchgesetzt, seither hat die Tomate jedenfalls eine wahren Siegeszug durch unsere Gärten angetreten, den sie allerdings wieder zu verlieren droht. Das gilt vor allem für die Vielfalt: So gibt es zahlreiche Sorten, die sich in Aussehen, Größe, Geschmack und Verwendung unterscheiden. Diese Vielfalt ist in den letzten Jahren wieder in Vergessenheit geraten, denn in Supermärkten werden vor allem Sorten angeboten, die schön rot aussehen und lange haltbar sind. Ein schelchteres Image als die im Winter unter Glas gezogene und daher geschmacklose „Hollandtomate“ kann man sich für ein Gemüse kaum vorstellen. Dabei gibt es Tomaten in allen Formen, Farben und Größen und die Pflanze lädt zum Experimentieren im eigene Garten oder auf dem...
Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)

Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)

Die Schwarze Tollkirsche oder auch Wolfsbeere (Atropa belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Ihr lateinischer Gattungsname Atropa leitet sich von der griechischen Göttin Atropos ab, eine der drei Schicksalsgöttinnen. Beim Artnamen belladonna wird oft auf die Übersetzung aus dem Italienischen „schöne Frau“ verwiesen, da sich Frauen früher angeblich den Saft der Pflanze in die Augen tropften und damit die Pupillen vergrößerten. Ob das die Schönheit einer Frau nun steigert lassen wir an dieser Stelle einfach mal offen, jedenfalls verbindet man heutzutage vergrößerte Pupillen eher mit Rauschzuständen und Drogenkonsum, was wiederum auf den deutschen Trivialnamen Tollkirsche verweist. Die Tollkirsche: Zauberpflanze und Heilkraut Die Tollkirsche ist jedenfalls eine alte Zauberpflanze und Heilkraut. Sie wurde schon frühzeitig wegen ihrer berauschenden Wirkung genutzt. Wegen ihrer verheerenden Wirkung brachte Hildegard von Bingen die Pflanze mit dem Teufel in Verbindung. Dabei sollte man die Giftigkeit der Pflanze, vor allem die der Beeren, nicht unterschätzen: Auf Wikipedia fand ich die Information, dass bei Kindern bereits der Verzehr von 3 bis 4 Beeren und bei Erwachsenen von 10 bis 12 der tiefschwarzen Beeren tödlich sein können. Medizinisch wird heute vor allem der Wirkstoff Atropin für die verschiedensten Arzeneien genutzt. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem illustrierten Kräuterbuch von 1886 über die Wirkung der schwarzen Beeren sehr eindrucksvoll: Sie schmecken eckelhaft süß, erregen in kürzester Zeit die schrecklichsten Wirkungen der gefährlichen Gifte, als: Entzündung im Schlund und Magen, Krämpfe, Zuckungen, Gichter (?), Erbrechen, Anschwellen des Unterleibs, schweren Athem, Wahnsinn und zuletzt den Tod. Über die medizinische Anwendung der Tollkirsche schreibt er: Genau nach Vorschrift angewandt ist die Tollkirsche ein schätzbares Heilmittel, namentlich innerlich ein Schutzmittel gegen Scharlachfieber, welches...
Die Lampionblume (Physalis alkekengi)

Die Lampionblume (Physalis alkekengi)

Ein ungewöhnlicher Schmuck für den Garten im Spätsommer: die Lampionblume (Physalis alkekengi). Im August und September reift die Frucht verborgen durch einen lampionartigen Blütenkelch. Dieser leuchtet auffällig orange. Der Lampion löst sich im Laufe des Herbstes auf und gibt die dann reife, ebenfalls orange Frucht frei. Die Lampionblume gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae), weitere Namen, die auch für die gesamte Gattung Physalis verwendet werden, sind Blasenkische oder Judenkirsche. Andere Namen, die ich noch gefunden habe, sind Judenhut oder Lorberelle. Lampionblume (Physalis alkekengi) Georg Schlenker schreibt in seinem Buch »Botanische Streifzüge in Haus, Hof und Garten« über die Lampionblume: Einen eigenartigen Zimmerschmuck bilden die getrockneten ballonartigen Früchte der an steinigen Abhängen wildwachsenden Judenkirsche, Physalis alkekengi, und der japanischen Ph. Francheti, bei jener Art mehr kugelig, bei dieser zierlich in die Länge gezogen. Der orange-scharlachrote Ballon wird vom bleibenden, fortwachsenden, zuerst grünen, dann gefärbten Kelch gebildet. In unreifem Zustand ist er giftig und schützt die Beere vor lüsternen Nagern; später lockt er solche an, indem die Ballonhülle durch Schwund des Zellgewebes gitterartig wird, und bietet ihnen die nun genießbare Frucht zur Samenverbreitung an, nachdem er jener oft noch als Luftballon zur Verbreitung durch den Wind gedient hat.— Ein seltener Fall! In Dr. Ferdinand Müllers »Illustriertem Kräuterbuch« (1866) habe ich folgende medizische Verwendung der Lampionblume gefunden: Die Frucht wirkt kühlend, treibt Harn und Gries ab, und ist daher besonders wirksam bei Nieren- und Blasenschmerzen. Noch kräftiger ist das im Okotber aus der Frucht gebrannte Wasser oder Wein, in welchem man die Frucht gähren läßt. Wer diese Frucht essen will, der darf sie nicht mit der bloßen Hand berühren, sonst wird sie so...