Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis)

Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis)

Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) ist eine alte Heilpflanze. Der Halbstrauch gehört in die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Name Ysop lässt sich aus dem Hebräischen ableiten und findet wohl in der Bibel schon Erwähnung. Bei uns wird der Ysop bereits seit dem 16. Jahrhundert als Gewürz- und Heilkraut verwendet, er trägt im Volksmund daher viele andere Namen wie: Bienenkraut, Eisenkraut, Essigkraut oder Josefskraut. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Mittelmeerraum, hat sich bei uns inzwischen ausgewildert und zählt damit zu den Neophyten, den eingewanderten Pflanzen. Der Ysop ist ein starkes Würzkraut und findet frisch Verwendung in Salaten oder als Zusatz im Gemüse. Getrocknete Pflanzen verlieren dagegen sehr schnell ihr Aroma und eignen sich nicht zur Aufbewahrung. Wie viele andere Lamiaceae ist der Ysop reich an ätherischen Ölen ist. Ihm wird eine starke Heilkraft bei Beschwerden wie Ohrensausen, Atembeschwerden und Zahnweh zugesprochen. Beliebt ist er bei Imkern, denn der Ysop gilt als gute Bienenweide, also als gute Futterpflanze für Bienen. Bei einer alten Heilpflanze findet sich natürlich auch ein Eintrag im Illustrierten Kräuterbuch von Dr. Ferdinand Müller: Riecht auch getrocknet sehr stark gewürzhaft, schmeckt bitterlich aromatisch, enthält viel ätherisches Oel, fettes Oel, Gerbstoff, ein bitteres Subalkaloid. Wirkt zusammenziehend, reizend und belebend, namentlich auf den Unterleib und die Brust und ist auch wurmwidrig; wird daher angewendet bei Lungen- und Darmverschleimnmung , Wurmbildung, allgemeine Schwäche und Erschlaffung der Organe, heftigen Schweißen der Schwindsüchtigen, Verlängerung des Zäpfchens, bei angeschwollenem Zahnfleisch und Mandeln in Folge reiner Schwäche. Etwas später wird über die Heilkraft des Ysop berichtet: Mittel, das einen Herrn kurierte, der eine Zeit lang sehr viel Blut auswarf und in Folge...
Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Ähnlich wie bei der Zitronenmelisse ist beim Gartensalbei nicht ganz klar, wem wir diese Arzneipflanze zu verdanken haben: den Griechen, Römern oder Arabern. Sicher ist nur, dass sie aus dem Mittelmeerraum stammt und in unserem Kulturkreis seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt wird. Der mehrjährige, krautige Gartensalbei gehört zu der großen Gattung Salvia mit fast 1.000 Arten. Die Vertreter dieser Gattung verteilen sich über die gesamte Erde. Sie gehören wiederrum zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Eine sehr häufige Eigenschaft der Lippenblütler ist der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, so auch bei den Mitgliedern der Gattung des Salbei. Unser Gartensalbei ist daher eine altbekannte Arzneipflanze. Der bei uns heimische Wiesensalbei (Salvia pratense) enthält dagegen nur sehr wenig dieser leicht flüchtigen Öle und spielt als Heilpflanze keine Rolle. Medizinisch eingesetzt wird der Salbei zur Eindämmung von Entzündungen, so wirkt der Tee dieser Pflanze lindernd bei Halsschmerzen. Größere Bedeutung hat das Kraut als Gewürz in der Küche. Es ist Bestandteil vieler Fleischgerichte, da es bei sehr fettigem Fleisch wohltuend auf den Magen wirkt. Die Freunde der italienischen Küche kennen den Salbei vor allem als Zutat bei dem Gericht »Saltimbocca (wörtlich: Spring in den Mund)«: Kalbsschnitzel werden mit Parma-Schinken und einem Blatt Salbei verfeinert. Der Gartensalbei ist eines der wenigen Gewürze, deren Aroma beim Trocknen noch intensiver wird, getrocknete Blätter also sparsam verwenden! Aus dieser großen Gattung stammen aber auch sehr viele schöne Gartenpflanzen. Das Farbspektrum der Blüten reicht von weiß, gelb, rot über violett bis hin zu tiefen Blau. Für Pflanzenliebhaber hat diese Gattung sehr viel zu bieten. Weitere Beiträge über Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae) Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) Zitronenmelisse, eine Heilpflanze,...
Zitronenmelisse, eine Heilpflanze, die schon im Altertum bekannt war

Zitronenmelisse, eine Heilpflanze, die schon im Altertum bekannt war

Ob es letztendlich die Griechen, Römer oder Araber waren, die uns die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) gebracht haben, ist den unterschiedlichen Quellen nicht eindeutig zu entnehmen. Eines ist aber sicher: der Mensch nutzt diese Pflanzen schon seit Jahrtausenden. Die Araber sollen die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) nach Spanien gebracht haben, von dort fand sie dann ihren Weg zu uns. Andere Quellen beschreiben, dass die Römer das Kraut von den Griechen kennengelernt haben und sie über den gesamten Mittelmeerraum bis zu uns auf die Nordseite der Alpen verbreitet haben. Die Zitronenmelisse ist ein mehrjähriges Kraut, sie wird ca. 80 cm hoch. Sie gehört zur Familie der Lippenblüter (Lamiaceae). Wie viele andere Mitglieder dieser Familie – zum Beispiel der Salbei – enthält sie zahlreiche ätherischen Öle, auf welche sich die medizinische Wirkung zurückführen lässt. Ätherische Öle sind sehr flüchtig, so verliert die Zitronenmelisse sehr schnell ihr feines Aroma. Weitere Inhaltsstoffe sind Harze, Bitter- und Gerbstoffe. Weitere Namen der Zitronenmelisse sind Bienenkraut, Honigblatt und Herztrost. Die Anwendungen als Arzneipflanze sind vielfältig und waren in alter Zeit nicht immer sinnvoll. Laut Plinius dem Älteren hilft sie bei Hysterie, Paracelsus setzte sie bei Herzleiden ein. Auch Hildegard von Bingen setzte auf die beruhigende Wirkung des Krauts und trank angeblich jeden Abend »der guten Träume wegen« einen Melissentee. Die beruhigende Wirkung gilt heute als wissenschaftlich anerkannt, darüber hinaus hat die Zitronenmelisse eine entzündungshemmende und antivirale Wirkung. Heute findet die Zitronenmelisse vor allem in der Küche Verwendung. Ihr frisches, nach Zitrone duftendes Aroma verleiht Tees, Bowlen, Likören und Desserts einen feinen Geschmack. Da die Aromen leicht flüchtig sind, sollten nur frische Blätter verwendet werden, am besten direkt aus...
Hain- oder Steppensalbei (Salvia nemorosa)

Hain- oder Steppensalbei (Salvia nemorosa)

Der Hainsalbei oder auch Steppensalbei (Salvia nemorosa) kommt von Europa bis nach Asien hinein vor. Inziwschen hat er sich bei uns als Duft- und Gartenpflanze etabliert und wird in zahlreichen Sorten angeboten. Das Farbspektrum reicht dabei von einem reinem Weiß über Rosa und ein tiefes Blau bis zu einem kräftigen Violett. Er gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Lamiaceae). Hain- oder Steppensalbei (Salvia nemorosa) Weitere Beiträge über Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae) Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei Zitronenmelisse, eine Heilpflanze, die schon im Altertum bekannt war Das Gelbe Brandkraut oder Russel-Brandkraut (Phlomis russeliana) Mediterranes Flair im Garten mit Lavendel (Lavendula) Lesetipp...
Das Gelbe Brandkraut oder Russel-Brandkraut (Phlomis russeliana)

Das Gelbe Brandkraut oder Russel-Brandkraut (Phlomis russeliana)

Die Pflanze wächst seit Jahren bei mir im Garten ohne das ich bisher wusste, wie sie heißt. Letztens bin ich aber auf Facebook auf einer der Seiten, die ich „like“, über ein Bild dieser Sommerstaude gestolpert und laut Bildunterschrift handelt es sich um das Gelbe Brandkraut oder auch Russel-Brandkraut (Phlomis russeliana). Das Gelbe Brandkraut oder Russel-Brandkraut (Phlomis russeliana) im Garten Ich weiß eigentlich noch nicht einmal, wo das Exemplar in meinem Garten her stammt. Ich vermute es lässt sich auf einen dieser vielen Ableger zurückführen, die mir mein Vater bei Besuchen zur Abreise oft ins Auto stellt. Blütenstand des Gelben Brandkrauts Die Pflanze selbst sieht aus, wie eine überdimensionierte Goldnessel, immerhin gehören beide zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Dabei stammt das Russel-Brandkraut aus den Wäldern Nordanatoliens. Bei uns findet man sie gelegentlich als Staude in Gärten. Weitere Beiträge über Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae) Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei Zitronenmelisse, eine Heilpflanze, die schon im Altertum bekannt war Mediterranes Flair im Garten mit Lavendel (Lavendula) Lesetipp...