Frühlingsboten im Garten

Frühlingsboten im Garten

Draußen liegt zwar noch ein geschlossene Schneedecke, aber sie wird zusehends dünner und die ersten Lücken zeigen sich. Lang kann es also nicht mehr dauern, bis sich diese Frühlingsboten zeigen, denn die Tage werden wieder länger, die Sonne käftiger und damit wächst auch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt. Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Winterling (Eranthis hyemalis) Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum) Leberblümchen (Anemone hepatica, Hepatica triloba) Krokus (Crocus vernus) Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Buschwindröschen (Anemone nemorosa), hier gemeinsam mit dem Leberblümchen (Anemone hepatica) Blaustern (Scilla)   Ähnliche Beiträge Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Der Winterling (Eranthis hyemalis) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Wilder Krokus (Crocus vernus) Leberblümchen, Anemone hepatica Blausterne (Scilla) als...
Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten

Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten

Eine meiner Lieblingspflanzen sind Blausterne (Scilla) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Das liegt wohl mit daran, dass sie im Frühjahr mit zu den ersten Blüten im Garten gehören. Am Schönsten finde ich sie, wenn sie mit ihren Blüten dichte, leuchtend blaue Rasen bilden, meist in alten Parkanlagen. Bei mir im Garten wachsen sie bisher nur vereinzelt, ich hoffe das werden noch mehr! Außerdem bin ich mir bei den Arten nicht ganz sicher, denn die meisten dieser zarten Zwiebelpflänzchen sind aus dem Garten des Nachbars eingewandert. Auf alle Fälle ist der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia) vertreten und ich denke, es sind auch einige Exemplare des Sibirischen Blausterns (Scilla siberica) dabei. Dieser hat oft mehr als zwei Laubblätter an einem Spross und seine Blüten sind nickend. Die Blausterne sind giftig, vor allem die Zwiebel und der Samen enthalten Saponine, die bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen können. Über eine Heilwirkung der Pflanze oder eine andere Nutzung außer als Ziepflanze im Garten konnte ich über die Blausterne nichts finden. Beiträge über weitere Vertreter der Spargelgewächse Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum...
Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis)

Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis)

Ein weiterer Vertreter der Spargelgewächse (Asparagaceae) ist das Maiglöckchen (Convallaria majalis). Dabei entspricht das Maiglöckchen wie auch der Salomonsiegel und die Traubenhyazinthe von seiner Erscheinung so gar nicht unserer Vorstellung eines Spargels. Es erinnert eher an eine für den Frühling typische Zwiebelpflanze. Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) So schön die zarten Blütenrispen sind, die Frühlingsblume ist nicht ungefährlich: sie gehört zu den starken Giftpflanzen. Vor allem die Verwechselung mit dem von der Erscheinung her sehr ähnlichen Bärlauch (Allium ursinum) führt jedes Jahr zu Vergiftungen, sogar Todesfälle sind bekannt. Trotzdem ist das Maiglöckchen eine beliebte Zier- und Gartenpflanze. Und trotz der Giftigkeit gibt es zahlreiche Verwendungen der Frühlingsblume. Dr. M. Fünfstück schreibt in seinem Botanischen Taschenatlas von 1894 über das Maiglöckchen: Die Maiblume ist eine der beliebtesten Frühlings- Garten- und Topfpflanzen, daher bildet ihre Treiberei einen wichtigen Zweig der Handelsgärtnerei, namentlich für Berlin. Die getrockneten Blüten reizen zum Niesen, sie dienen deshalb zur Herstellung des bekannten Schnupftabaks. Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) Giftpflanzen sind gleichzeitig oft auch Heilpflanzen, daher berichtet Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrieten Kräuterbuch (1886) ausführlich über das Maiglöckchen: Ihr Geruch ist ungemein lieblich und theilt sich bei einer Destillation auch dem Wasser, Oel oder Essig mit. Das von frischen Blumen abgezogene Wasser ist erquickend und nervenstärkend; werden sie getrocknet und pulverisiert, so erregen sie Niesen auf angenehme Art, weshalb man sie auch mit Schnupftabak verwendet. Die Blumen hinterlassen saftige und rothe Beeren, welche abführende und krampfstillende Eigenschaften besitzen und daher bei Wechselfieber Anwendung finden. Durch Beimischung von etwas Kalk geben die Blätter eine dauerhafte grüne oder gelbe Farbe. In Gärten kommen auch gefüllte und röthliche Maiblumen vor, welche...
Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum)

Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum)

Zur Zeit blüht der Salomonsiegel, eine Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Am häufigtsen trifft man auf das Vielblütige Salomonsiegel (Polygonatum multiflorum), bei einem Spaziergang habe ich letztens aber das Wohlriechende oder Echte Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) gefunden. Letzteres ist deutlich seltener vertreten. Beide Arten utnerscheiden sich darin, dass beim Vielblütige Salomonsiegel jeweils zwei Blüten an den Blattachseln wachsen, während es bei der wohlriechenden Form auch nur eine Blüte sein kann. Weitere Name der Pflanze sind übrigens Weißwurz, Salomonssiegelwurz oder auch nur Siegelwurz. Echtes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) Heute findet sich das Salomonsiegel oft in Gärten als Zierpflanze. Früher war es allerdings ein wichtiges Heilkraut. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem illsutrierten Kräuterbuch von 1886 über die Anwendung der Pflanze: Der geruchlose, süßschleimige Wurzelstock war als Salomonssiegelwurz officinell, und dient äußerlich als linderndes, schleimiges, zertheilendes Mittel bei Wunden, Quetschungen und Entzündungen. Zu diesem Zwecke wird sie mit Wein oder Wasser gekocht und mit Tüchern überlegt; vertreibt bei der gleichen Anwendung blaue Mähler und allerlei Flecken der Haut, Krätze, Blatternarben etc. Wenn man die Wurzel in rothem Wein kocht und davon trinkt, oder 4 Gr. des daraus gemachten Pulvers in rothen Wein nimmt, so hat man ein gutes harntreibendes Mittel. Die Wangen erhalten eine angenehme Röthe, wenn man sie mit der Wurzel reibt. Ein daraus destilliertes Wasser macht reine Haut, entfernt alle Unreinigkeiten und Flecken auf derselben und treibt innerlich gebraucht den Stein ab. In nördlichen Ländern kommt das daraus bereitete Mehl unter’s Brod. Die jungen Sprossen werden wie Spargel gegessen. Die Beeren erregen Purgieren und Erbrechen. Das aus dem Wurzelstock gezogene Wasser soll die Flecken im Gesicht vertreiben. Echtes Salomonsiegel...
Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides)

Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides)

Jetzt im Januar gibt es im Garten nicht viel zu sehen, daher stöberte ich ein wenig in meinem Bilderarchiv und bin dabei auf einen weiteren Frühlingsboten gestoßen: der Kleinen Traubenhyazinthe (Muscari botryoides). Erstaunlicherweise gehört diese kleine Pflanze in die Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Ursprünglich stammt die Traubenhyazinthe aus der Mittelmeergegend, wurde bei uns aber schon sehr früh eingeführt. Ähnlich den Tulpen, Narzissen oder anderen Hyazinthen kam sie bereits Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderst zu uns. Inzwischen hat die Traubenhyazinthe die Gärten verlassen und verlassen und man findet sie wild an wärmeren Standorten. Sie gehört damit zu den sogenannten Neophyten, also den bei uns eingewanderten Pflanzen. Über eine medizinische oder andere Nutzung der Pflanze konnte ich nichts finden. Ähnliche Beiträge über Vertreter der Spargelgewächse (Asparagaceae) Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis) Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) Bücher zum Thema...