Der Riesenbärenklau (Heracleum giganteum)

Der Riesenbärenklau (Heracleum giganteum)

Vom Zug aus habe ich den Riesenbärenklau (Heracleum giganteum), oder auch Herkulesstaude schon oft gesehen, jetzt habe ich bei einer Radltour endlich mal ein Exemplar einer Stelle entdeckt, wo ich ihn auch fotografieren konnte (natürlich neben einer Bahnstrecke). Der Riesenbärenklau gehört in die Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und zählt bei uns zu den invasiven Neophyten, also zu den Pflanzen, die bei uns einwandern und sich ausbreiten. Dabei folgt die Verbreitung des Einwanderers ganz gerne den Bahnlinien, denn einerseits liebt er Brachland und sonnige Standorte, wie es oft die Böschungen von Bahngleisen bieten. Andererseits verbreitet sich sein Samen hauptsächlich per Wind (Anemochorie), d.h. der Sog vorbeifahrender Züge zieht den Samen förmlich mit. Allerdings kam der aus dem Kaukasus stammende Riesenbärenklau nicht alleine zu uns, sondern er wurde aktiv angesiedelt, zum Beispiel von Imkern als gute Bienenweide. Dabei ist die Pflanze nicht unproblematisch. So verdrängt der Riesenbärenklau zum Teil einheimische Pflanzen. Gefährlicher ist allerdings eine andere Eigenschaft: Berührungen können auf der Haut zu Verbrennungen führen, denn er enthält Substanzen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich steigern. Man sollte diese Pflanze also nur mit entsprechender Schutzbekleidung anfassen. Wegen ihrer hohen Giftigkeit wurde der Riesenbärenklau im Jahr 2008 zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Inzwischen gibt es sogar Bemühungen, den Bestand der Pflanzen zurückzudrängen und ihr Verbreitungsgebiet wieder stark einzudämmen. Da die Pflanzen an die Wahl ihres Standortes aber sehr anspruchlos ist, ist es fraglich, ob dieser Versuch gelingen kann. Andere Beiträge über Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae) Große Sterndolde (Astrantia major)...
Große Sterndolde (Astrantia major)

Große Sterndolde (Astrantia major)

Die Große Sterndolde (Astrantia major) ist zwar eine eher unscheinbare Staude, ihre zarten Blüten sind trotzdem sehr reizvoll. Sie gehört in die Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Man findet sie zur Zeit (im Sommer) an Weg- oder Waldrändern, meist im Schatten von Sträuchern oder Bäumen. Große Sterndolde (Astrantia major) Als Ziertstaude im Garten ist recht anspruchslos. Sie eignet sich für halbschattige und schattige Standorte. Im Handel sind zahlreiche Farbvarianten erhältlich. Sie zeichnen sich nicht durch größere Blütenstände aus, sondern unterscheiden sich von der Wildform durch tiefrote oder kräftig purpurne Blütenfarben. Über eine Nutzung der Pflanze oder medizinischne Anwendungen habe ich keine Hinweise gefunden. Lesetipp...
Pastinaken

Pastinaken

Wie so viele Gemüse sind Pastinaken aus unserem Bewusstsein so gut wie verschwunden. Dabei zählt das zu den Doldenblütlern (Apiaceae) gehörende Wurzelgemüse seit Jahrtausenden auf den Speiseplan der Menschen. Also bereits die Griechen und Römer kannten das schmackhafte Gemüse. Von den Weltweit 14 Arten ist bei uns nur der Pastinak (Pastinaca sativa) heimisch. Aufgefallen ist mir der deutlich süßliche Geschmack der Pastinake ehrlicherweise in einem Kantinenessen. Inzwischen gehört er regelmäßig in unsere Küche. Am liebsten esse ich ihn als Püree zu, die Zubereitung ist dabei gleich wie bei einem Püree aus Kartoffeln. Die Wurzel macht sich auch ausgesprochen gut in einer italienischen Gemüsesuppe (Minestrone). Pastinaken aus dem eigenen Garten Die Versuche. den Pastinak im eigenen Garten anzubauen fielen gemischt aus. Der erste Versuch scheiterte völlig, aus dem Samen hatte sich aus welchen Gründen auch immer nicht eine Pflanze entwickelt. Das Jahr darauf wuchsen die Rüben zu recht unförmigen, riesigen Knollen heran, die optisch nicht viel mit den weißen, kleinen Rüben zu tun hatten, die man am Markt angeboten bekommt. Aber das Püree war trotzdem fein und zwei dieser riesen Rüben reichten allemal für eine Mahlzeit. Und selbst jetzt, im Dezember sind noch einige der Pflanzen im Gemüsebeet und warten darauf , geerntet zu...