Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum)

Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum)

Dem Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sehr ähnlich ist der Märzenbecher (Leucojum vernum), der wie ersteres zu der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) zählt. Auch beim Märzenbecher drücken sich die Blattspitzen im zeitigen Frühjahr durch den Schnee, die Blüten öffnen sich aber erst so richtig nach denen des Schneeglöckches, zumindest bei mir im Garten. Wegen der großen Ähnlichkeit mit dem Schneeglöckchen wird letzteres oft auch als Kleines und der Märzenbecher als Großes Schneeglöckchen bezeichnet. Daher ist vielen nicht bewusst, dass es sich bei den Pflanzen um zwei Arten aus unterschiedlichen Gattungen handelt. Selbst in Dr. Ferdinand Müllers Illustrietem Kräuterbuch sind die beiden Arten als Großes und Kleines Schneeglöckchen zusammengefasst. Weitere Namen des Märzenbechers sind Frühlings-Knotenblume, Frühlingsblume, Märzglöckchen oder Sommertürchen. Über eine medizinische Verwendung des Märzenbechers konnte ich nichts finden, aber selbst Dr. Ferdinand Müller kommt in seinem Kräuterbuch über die Frühlingsboten ins Schwärmen und gesteht ihnen einen Nutzen alleine dadurch zu, dass sie den nahenden Frühling ankündigen: Beide [Anmerkung: das Große und das Kleine Schneeglöckchen] verkündigen die baldige Ankunft des wiederkehrenden, angenehmen Frühlings, und hat deshalb ihre Schönheit einen größeren Werth, daher pflanzt man sie häufig im Garten.   Weitere Beiträge über Vertreter aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Farbenprächtige Kübelpflanze: die Blutblume (Haemanthus katherinae) Herbst-Goldbecher (Sternbergia...
Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Der Frühlingsbote schlechthin: das Kleine oder auch das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Es gehört in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die Blüten erscheinen oft schon im Februar und schieben sich durch den schmelzenden Schnee. Ein weiterer Name des zierlichen Pflänzchens ist Schneetröpfchen. Das Schneeglöckchen wird leicht mit dem etwas später blühenden Märzenbecher (auch Knotenblume, Leucojum vernum) verwechselt. Da das Schneeglöckchen den nahenden Frühling ankündigt, wird es bereits seit Jahrhunderten im Garten als Zierpflanze angesiedelt. Besonders schön kommt es dabei zur Geltung, wenn die Pflanze in alten Parkanlagen mit seinen leuchtend weißen Blüten große Teppiche bildet. Für den Garten werden zahlreiche Zuchtformen und Sorten angeboten. Das Schneeglöckchen gilt als giftig. Gifte haben je nach Dosierung oft auch eine pharmazeutische Wirkung, aber über eine medizinische Verwendung konnte ich nichts finden.   Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllis-Gewächse (Amaryllidaceae) Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea) Farbenprächtige Kübelpflanze: die Blutblume (Haemanthus katherinae) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum...
Narzissen, Klassiker im Frühlingsgarten

Narzissen, Klassiker im Frühlingsgarten

Narzissen (Narcissus) oder auch Osterglocken gehören in jeden Frühlingsgarten. Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Wie Tulpen und Hyazinthen kamen sie bereits im 16. Jahrhundert in unsere Gärten. Und wie diese beeindruckt die Osterglocke durch zahlreiche Sorten und Variationen, angeblich mit bis zu 24.000 Sorten! Anbei einige Beispiele von Narzissen aus meinem Garten (leider bin ich ganz ganz schlecht im Notieren der Sorten). Aber so ganz scheinen sie sich bei mir nicht wohl zu fühlen, denn über die Jahre werden die meisten Sorten wieder weniger und verschwinden dann ganz. Die Variante mit den gefüllten Blüten hat sich bei mir im Garten nicht bewährt. Zu schwer die Blüte und zu empfindlich gegenüber Wind und Regen: Die meisten Stängel knicken ab. Die Narzisse ist nicht nur eine beliebte Gartenblume, sondern sie wurde früher auch medizinell eingesetzt. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem Illustrierten Kräuterbuch über die Narzisse: Gebrauch: Wenn man die etwas scharfe Zwiebel zerquetscht, mit Honig und Oel vermischt, so leistet sie bei Brandschäden gute Dienste; bei Wunden und Geschwüren ist sie ebenfalls heilsam. Die Narcissenwurzel wird auch häufig als Brechmittel gebraucht. – Gemeine oder Gelbe N. (N. pseudonarcissus), die Blumen sind gelb, einfach oder gefüllt; der Honigbehälter ist glockenförmig; geruchlos; ist im südlichen Europa zu Hause; findet sich aber auch bei uns nicht selten. Die Zwiebeln erregen frisch Erbrechen, und wirken gekocht abführend. Ist ausdauernd; blüht im März und April. Die schleimigen, bitterlichen und narkotisch-scharfen Blüthen waren früher als große Narcissenblumen gegen Keuchhusten, Hysterie, Epilepsie, Ruhren und Wechselfieber gebräuchlich. Sie erregen gleichfalls Erbrechen und ein daraus bereiteter Extrakt soll tödlich wirken. Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllisgewächse...
Frühlingsboten im Garten

Frühlingsboten im Garten

Draußen liegt zwar noch ein geschlossene Schneedecke, aber sie wird zusehends dünner und die ersten Lücken zeigen sich. Lang kann es also nicht mehr dauern, bis sich diese Frühlingsboten zeigen, denn die Tage werden wieder länger, die Sonne käftiger und damit wächst auch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt. Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Winterling (Eranthis hyemalis) Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum) Leberblümchen (Anemone hepatica, Hepatica triloba) Krokus (Crocus vernus) Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Buschwindröschen (Anemone nemorosa), hier gemeinsam mit dem Leberblümchen (Anemone hepatica) Blaustern (Scilla)   Ähnliche Beiträge Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Der Winterling (Eranthis hyemalis) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Wilder Krokus (Crocus vernus) Leberblümchen, Anemone hepatica Blausterne (Scilla) als...
Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea)

Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea)

Seit Jahren wachsen sie bei uns im Garten und blühen jeden Herbst aufs neue: die Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea). Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Weitere Namen des Herbst-Goldbechers sind Gewitterblumen, Goldkrokus, Herbstkrokus oder auch Winternarzisse. Die Bezeichnung Goldbecher ist am treffensten, denn die Blüten leuchten im September und Oktober strahlend gelb ziwschen dem Herbstlaub der umstehenden Obstbäume. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet, ist aber erstaunlich winterhart. Von den aus einem Urlaub mitgebrachten Zwiebeln hat sich in den letzten Jahren ein ansehnliches Nest dieses schönen Herbstblühers gebildet. Die nach der Blüte erscheinenden Blätter sind erstaunlich resistent gegen Kälte. Man sollte sie nach der Blüte stehen lassen, damit die Pflanze wieder Kraft für ihre Zwiebeln sammeln kann. Der lateinische Gattungsname Sternbergia geht auf den Botaniker und Mineralogen Kaspar Maria von Sternberg zurück, der von 1761 bis 1838 lebte und in Regensburg und Prag arbeitete. Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Hakenlilie oder Kaplilie (Crinum x...