Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) begeistert gleich mehrfach im Jahr: im zeitigen Frühjahr mit ihren strahlendweißen Blüten, die den Strauch förmlich explodieren lassen, mit den dunkelpurpurnen Beeren und später mit einer berauschenden Herbstfärbung. Der 2 bis 5 Meter hohe Strauch gehört mit seinen essbaren Früchten zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) und in die Familie der Rosengewächsen (Rosaceaea).

Strahlendweiße Blüten der Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Strahlendweiße Blüten der Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Die Felsenbirne stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde aber schon sehr früh bei uns eingeführt. Der Strauch hat sich im nordwestlichen Europa erfolgreich ausgewildert und gilt inzwischen als Neophyt, also als pflanzlicher Einwanderer. Der Botaniker Jakob Friedrich Ehrhart ordnete im Jahr 1782 die Pflanze erst den Birnen zu, 1789 aber von dem Detuschen Friedrich Kasimir Medikus von diesen wieder abgetrennt. Die Kupfer-Felsenbirne hat ihren Status als eigene Art Amelanchier lamarckii aber erst Mitte den 20. Jahrhundert erhalten, bis dahin wurde sie mit der sehr ähnlichen Kanadischen Felsenbirne, Amelanchier canadensis zusammengefasst.

Die essbaren Beeren der Felsenbirne

Die essbaren Beeren der Felsenbirne

Die Beeren, die bereits im Juli zu reifen beginnen, sind essbar und schmecken süss. Ich hatte sie zwar mal probiert, aber nutzen kann man sie trotzdem nicht: sobald die Beeren einigermaßen reif aussehen, stürzen sich die Vögeln darauf, so dass der Strauch in Kürze abgeerntet ist. Zur Beliebtheit dieses Strauchs in Gärten und öffentlichen Parkanlagen lässt sich vermutlich auf die schöne, kupferfarbene Herbstfärbung zurückführen.

Das Herbstlaub der Kupfer-Felsenbirne

Das Herbstlaub der Kupfer-Felsenbirne

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