Regenwassernutzung im Garten

Wer einen eigenen Garten besitzt, weiß auch um die anfallenden Kosten für das Gießwasser, damit der Rasen den gesamten Sommer über grün bleibt. Eine hervorragende Alternative zum teuren Leitungswasser bietet da das Regenwasser, welches völlig kostenfrei vom Himmel fällt. Jedoch kommt es meist nicht dann, wenn man es gerade benötigt. Das Speichern des kostbaren Nasses ist daher eine gute Idee.

Wozu kann man Regenwasser für den Haushalt nutzen?

Regenwasser ist nicht nur für die Bewässerung des Gartens hervorragend geeignet, klassischerweise wird Regenwasser gerne auch für folgende Zwecke verwendet:

  • als Toilettenspülung
  • als Putzwasser
  • zum Händewaschen
  • zum Wäsche waschen

Regenwasser kann aus hygienischer Sicht bedenkenlos für diese Zwecke verwendet werden. In einigen Haushalten geht man inzwischen auch so weit, Regenwasser für die Dusche und für den Geschirrspüler zu verwenden, ohne, dass es bisher zu ernsthaften Problemen gekommen ist.

Die Regenwassernutzung wird immer beliebter

Aber warum ist das so? Was sind die Vorteile von der Regenwassernutzung? Einerseits sind das natürlich ökologische Gründe. Wasser ist kostbar.Das Trinkwasser, was bei uns aus dem Hahn sprudelt, muss aufwendig aufbereitet werden und das ist kostspielig. Warum also sollte man es für Tätigkeiten benutzen, die nicht unbedingt Trinkqualität bedürfen? Andererseits spielen hier auch, wie schon erwähnt, die Kosten eine bedeutende Rolle. Für jeden m³ Regenwasser werden momentan 1,50 Euro an Trinkwassergebühren eingespart, plus die Hälfte der Kosten für die entsprechende Menge Abwasser in Trinkwasserqualität. Und letztendlich verursacht jeder m³ Regenwasser, welches in Tanks aufgefangen wird, keine Schäden mehr bei Überschwemmungen. Bei jährlich durchschnittlich 710 mm Regen pro Quadratmeter in Deutschland und einer Dachfläche von 100 Quadratmetern zum Auffangen des Regenwassers sind das also 71.000 l Wasser im Jahr, statistisch gesehen gute eineinhalbmal so viel, wie eine 4 köpfige Familie überhaupt im Jahr als Trinkwasser benötigt. Ein Regenwasserspeicher lohnt daher auf jeden Fall.

Was ist bei Regentonnen oder unterirdischen Tanks zu beachten?

Die verrostete Regentonne unter dem Fallrohr hinter dem Haus war gestern. Heute sammelt man das Regenwasser überirdisch in formschönen Gefäßen für jeden Geschmack oder gleich unterirdisch für niemanden sichtbar. Wer es im großen Stil mag und das Regenwasser auch für den Haushalt nutzen möchte, sollte über eine Regenwasseranlage nachdenken. Diese sogenannten Haus- oder Gartenanlagen werden an die Wasserversorgung angeschlossen, sammeln das Regenwasser und machen es durch eine Hebeanlage wieder erreichbar. Diese komplexen Anlagen müssen jedoch beim Wasserwerk angemeldet werden, da Regenwasser für den Hausgebrauch ebenfalls über einen externen Zähler laufen muss.

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