Malen, modernisieren, renovieren: Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten

Wohneigentum verpflichtet – vor allem zu immer neuen Investitionen in die eigenen vier Wände. Schließlich soll das Eigenheim auch nach einigen Jahren der Nutzung zum Wohlfühlen einladen und den individuellen Wünschen, Vorstellungen und Anforderungen genügen. Die erforderlichen Arbeiten von Maler- und Tapezierarbeiten über den Austausch von Türen und Fenstern bis hin zu neuen Küchen, Bädern, Dächern oder Heizungsanlagen können allerdings schnell zur großen finanziellen Belastung werden. Kein Wunder also, dass sich in den vergangenen Jahren immer mehr Immobilienbesitzer für einen Renovierungskredit entscheiden, um ihr Eigenheim günstig nach eigenen Vorstellungen fachgerecht umbauen zu lassen.

Modernisieren und renovieren kann teuer werden

Die wenigsten Immobilienbesitzer verfügen über ausreichend viel Zeit und handwerkliches Geschick, um eine Modernisierung bzw. Renovierung ihres Eigenheims in Eigenregie durchzuführen. Selbst vermeintlich einfache Malerarbeiten können bei einem Haus mit 140 m² Wohnfläche oder mehr angesichts der Arbeitsmenge und der erforderlichen Zeit zur großen Herausforderung werden. Mit anderen Worten: Ein Fachbetrieb muss her. Die Kosten dafür richten sich grundsätzlich nach der jeweiligen Region, Art und Umfang der Arbeiten sowie den dafür erforderlichen Materialien und Geräten. Bei Malerarbeiten im Innenbereich ist grob kalkuliert mit 5-10 EUR/m² Wand zu rechnen, bei einer neuen Fassadengestaltung mit etwa 20-30 EUR/m² und bei künstlerischer Wandgestaltung mit einem Vielfachen. Maßnahmen wie eine Dachdämmung, ein Heizungsaustausch, ein Fensteraustausch oder eine altersgerechte Sanierung schlagen im Schnitt mit rund 15.000 Euro zu Buche. Noch teurer sind Maßnahmen wie Wärmedämmung, der Aufbau einer Photovoltaikanlage, ein neues Bad oder ein Carport, die im Durchschnitt preislich bei rund 20.000 Euro liegen.

Finanzierungsmöglichkeiten genau vergleichen

Auch wenn sich die Beauftragung eines Fachbetriebes in der Regel langfristig bezahlt macht: Aus der Portokasse zu zahlen sind die Arbeiten in den wenigsten Fällen. Wer parallel zur Baudarlehenstilgung nicht oder kaum in der Lage war, ein ausreichend großes finanzielles Polster für Renovierungsarbeiten anzulegen, ist in der Regel auf eine Finanzierung angewiesen, sei es in Form eines zuteilungsreifen Bausparvertrages, eines Förderdarlehens (z.B. für energetische Sanierung oder altersgerechten Umbau) oder eines Kredites. Dass insbesondere in Sachen Kredit große Unterschiede bestehen, zeigt allein die Auswahl an möglichen Finanzierungsformen. Neben einem klassischen Ratenkredit ist es beispielsweise auch möglich, ein Baudarlehen oder einen Renovierungskredit zu beantragen. Wie der Name bereits verrät, richtet sich der Renovierungskredit explizit an Immobilienbesitzer, die ihr Eigenheim modernisieren oder renovieren lassen wollen. Sie sind in der Regel auf die Bedürfnisse dieser Klientel zugeschnitten, unterscheiden sich aber je nach Anbieter und Produkt zum Teil deutlich in ihrer Ausgestaltung. Umso wichtiger ist es, infrage kommende Angebote zu vergleichen, beispielsweise mit Hilfe eines Online-Rechners, der es erlaubt, das individuell beste Angebot gleich im Anschluss zu beantragen.

Renovierungskredite: Günstige Alternative zu Ratenkredit & Co

Renovierungskredite eignen sich vor allem deshalb so gut für die Finanzierung von Umbauarbeiten, weil sie zum einen sehr günstig sind und die Antragsteller zum anderen nicht über Gebühr belasten. Ein Renovierungsdarlehen über 10.000 Euro mit einer Tilgungsdauer von 60 Monaten, zum Beispiel, ist derzeit ab 2,25 Prozent effektiv zu haben. Ein kurzer Vergleich mit den tagesaktuellen Zinssätzen der FMH Finanzberatung zeigt: Ratenkredite mit vergleichbaren Parametern sind deutlich teurer – hier liegt der Effektivzins bei mindestens 3,59 Prozent. Günstiger als ein Renovierungskredit ist lediglich ein Baudarlehen, das ggf. ebenfalls zur Sanierung oder Modernisierung eingesetzt werden kann. Hier liegt der Zinssatz für Darlehen ab 50.000 Euro mit 10-jähriger Laufzeit bei 1,28 Prozent effektiv oder höher. Zu beachten ist allerdings, dass Baudarlehen in der Regel erst ab einem bestimmten Mindestbetrag vergeben werden und dabei die Immobilie zur Besicherung herangezogen wird, es erfolgt also ein Eintrag im Grundbuch.

Aber nicht nur die Zinssätze sollten Immobilienbesitzer mit Renovierungsabsichten genau im Auge behalten, auch andere Kosten können ein Darlehen schnell verteuern. Ein gutes Angebot bietet in der Regel die Möglichkeit kostenloser Sondertilgungen und ggf. eine kostenlose Anpassung der Laufzeit oder Ratenhöhe. Immer noch selten, aber sehr empfehlenswert: Geldinstitute, die auf eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Ablösung des Darlehens verzichten. Um das passende Darlehen zu finden, empfiehlt es sich, attraktive Angebote mittels eines Online-Rechners zu vergleichen, der unter Berücksichtigung der individuellen Bonität den voraussichtlichen individuellen Zinssatz ermittelt. Ein Blick in die Konditionen im Anschluss informiert über die bereits erwähnten versteckten Kostenfallen, die damit umgangen werden können.

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