Rosen, die edelsten Gartenpflanzen

Seit Urzeiten gehört die Rose zu den Begleitern des Menschen. Dabei begann sie ihre Karriere wie so viele Pflanzen erst einmal als Heilkraut. Erst später rückte die Schönheit der Blüte in den Vordergrund und erregte die Aufmerksamkeit der Züchter. Ihre heute noch starke Symbolkraft läßt sich auf den langen Zeitraum zurückführen, den die Rose bereits in der Obhut des Menschen verbringt.
Rote Rosen vor Hauswand

Rote Rosen vor Hauswand

Die genaue Herkunft der Gartenrosen liegt im Dunkeln: Die heutigen Sorten haben wahrscheinlich viele Mütter und Väter. Der Ursprung dieser großen Gattung mit ca. 300 Arten dürfte in Zetralasien liegen, dort finden sich die meisten Wildformen. Außerdem wurde die Rose als Gartenpflanzen zm erstenmal in China als Zierpflanze der königlichen Gärten in Peking schriftlich erwähnt.

Später nutzten dann die Römer die Rosen als Heilpflanze. Sie bauten bevorzugt die auch bei uns heimischen Hundsrosen (Rosa canina), Heckenrosen (Rosa corymbifera) und Essigrosen (Rosa gallica) an. Im Zuge ihrer Eroberung Nordeuropas brachten sie das Wissen um die Nutzpflanzen dann mit auf die Nordseite der Alpen. Ihren eigenen Siegeszug begann die Rose dann in den frühen Anlagen der Klostergärten. Unterstützung bekam sie durch Karl den Großen: er nahm sie in seinen Katalog der damals bekannten Nutzpflanzen, »Capitulare de villis vel curtis imperialibus«, auf. Mit diesem Katalog förderte Karl der Große den Anbau bestimmter Pflanzen um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und Heilkräutern zu verbessern.

Während im frühen Mittelalter nur die Blütenfarben weiß und rosa existierten, begannen Züchter nach der Einführung fremder Sorten durch Kreuzungen sehr schnell, weitere Blütenfarben zu erzeugen. Die ersten neuen Arten, wie die Damaszener-Rosen, kamen mit den Rückkehrern der Kreuzzüge zu uns. Im 19. Jahrhundert gelangen schließlich eine Vielzahl an neuen Rosen zu unsm, die meisten davon aus dem asiatischen Raum. Dazu zählen die sogenannten Remontant-Rosen, die Bourbon- und Portlandrosen, die Polyantharosen sowie die Teerosen. Alle mit der Eigenschaft, dass sie im Jahr mehrfache Blüten hervorbringen. Damit erweitert sich die Farbpalette der Blüten um die Farben Rot, Gelb und sogar Blautöne. Da sich alle Rosen miteinander kreuzen lassen, wurde bis heute mehr als 20.000 Hybriden geschaffen.

Rose mit Katze im Fenster

Rose mit Katze im Fenster

Genutzt werden die Rosen heute noch auf vielfältige Art. Das teuere Rosenöl der Damaszener-Rose ist ein Grundstoff in der Kosmetik. Interessanterweise ist Rosenöl bei Zimmertemperatur fest und enfaltet seinen begehrten Duft erst als Rosenwasser ab einer gewissen Verdünnung. Rosenwasser wird zudem bei der Herstellung von Marzipan verwendet. Aus der Frucht, der Hagebutte, wird Tee hergestellt. Die Symbolkraft der Rosen gerät heute etwas in Vergessenheit und beschränkt sich auf die rote Rose als Symbol für die Liebe. Dabei spielen Rosen wegen ihrer Schönheit der symmetrischen Blüte und ihrem stacheligen Stiel (keine Dornen!) viele andere Rollen, so als Mariensymbol oder als Symbol für das Blut christlicher Märtyrer.

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