Wildkraut für die Küche: der Bärlauch (Allium ursinum)

Wildkraut für die Küche: der Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch hat als Wildgemüse in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Die stark nach Knoblauch riechenden Blätter finden sich inzwischen als Zutat in allerlei Rezepten. Ich muss allerdings gestehen, meine Begeisterung für Bärlauch hält sich etwas in Grenzen. Dabei muss man ihn gar nicht mal mehr selbst sammeln sondern man bekommt die Blätter auf Märkten und sogar abgepackt in Supermärkten.

Bärlauch (Allium ursinum) im Garten für die Küche

Den Duft der Pflanze finde ich am angenehmsten, wenn die Kräuter im Unterholz lichter Wälder oder Parks ganze Teppiche ausbilden und das typische Aroma „in der Luft liegt“. Zum Essen mag ich die Blätter höchstens als Zusatz zum Grünen Salat. Ich hatte einmal ein Bärlauch-Pesto gemacht, das war mir im Geschmack aber eindeutig zu stark. Vielleicht hätte ich die Blätter nicht pur verwenden sollen sondern mit einem anderen Gemüse den starken Geschmack etwas abmildern sollen.

Bärlauch im Alten Botanischen Garten von München Bärlauch im Alten Botanischen Garten von München

Bärlauch wird außerdem als Heilpflanze eingesetzt. So sollen die Wirkstoffe der Pflanze bei Magen-Darmstörungen helfen. Im Mittelalter wurde sie zur Abwehr von Unheil eingesetzt und das Kraut Herba Salutaris genannt. Es wäre interessant zu wissen, ob ein Bezug zu Knoblauch besteht, mit dem ja bekanntlich Vampire in die Flucht geschlagen werden können. Beim Sammeln der Blätter ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Blätter ähneln sehr stark dem zur gleichen Zeit wachsenden Maiglöckchen (Convallaria majalis). In den letzten Jahren ist es immer wieder zu Todesfällen gekommen.

Bei mir im Garten wächst er an schattigen Standorten. Dort blüht er mit seinen schönnen, weißen Kugeln bevor die Funkien (Hosta) ihn dann langsam überwachsen.

Ähnliche Artikel

Lesetipp (Affiliate-Link)

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *