Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea)

Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea)

Seit Jahren wachsen sie bei uns im Garten und blühen jeden Herbst aufs neue: die Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea). Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Weitere Namen des Herbst-Goldbechers sind Gewitterblumen, Goldkrokus, Herbstkrokus oder auch Winternarzisse. Die Bezeichnung Goldbecher ist am treffensten, denn die Blüten leuchten im September und Oktober strahlend gelb ziwschen dem Herbstlaub der umstehenden Obstbäume. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet, ist aber erstaunlich winterhart. Von den aus einem Urlaub mitgebrachten Zwiebeln hat sich in den letzten Jahren ein ansehnliches Nest dieses schönen Herbstblühers gebildet. Die nach der Blüte erscheinenden Blätter sind erstaunlich resistent gegen Kälte. Man sollte sie nach der Blüte stehen lassen, damit die Pflanze wieder Kraft für ihre Zwiebeln sammeln kann. Der lateinische Gattungsname Sternbergia geht auf den Botaniker und Mineralogen Kaspar Maria von Sternberg zurück, der von 1761 bis 1838 lebte und in Regensburg und Prag arbeitete. Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Hakenlilie oder Kaplilie (Crinum x...
Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)

Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)

Überraschung im Garten: im Beet blühen zur Zeit Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium). Wir können uns nicht daran erinnern, dass wir sie dort gepflanzt hatten. Macht aber nichts, denn es sind echt kleine, schmucke Pflänzchen. Sie haben auch schon begonnen, sich weiter auszubreiten. Die zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) gehörenden Pflanzen werden auch als Efeublättrige oder Neapolitanische Alpenveilchen (auch unter dem lateinischen Namen C. neapolitanum) bezeichnet. Die ursprüngliche Heimat ist das südliche Europa bis hin zur Türkei. Der Name Alpenveilchen ist etwas irreführend, denn in den Alpen ist nur eine Art der Gattung Cyclamen beheimatet, das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens). Als Zimmerpflanze bekannt ist ein weiterer Vertreter dieser Gattung, das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum), welches im 17. Jahrhundert aus Kleinasien zu uns gelangt ist. Die Blütenfarben dieser herbstblühenden, winterharten Gartenform reichen über weiß, rosa bis pink. Außer als Zierpflanze habe ich aber keine weiteren Infortmationen über die Nutzung des Herbst-Alpenveilchens gefunden. Weitere Beiträge über Vertreterder Primelgewächse (Primulaceae) Das Alpenglöckchen (Soldanella...
Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist inzwischen aus unserem Garten verbannt, denn die Blätter saßen immer voll mit der „Weißen Fliege“, also Schildläusen. Die Pflanze aus der Familie der Kapuzinerkressengewächsen (Tropaeolaceae) gehört aber zu den alten Heilkräutern. Ursprünglich stammt sie aus Süd- und Mittelamerika und wurde angeblich schon von den Inka als Wund- und Schmerzmittel eingesetzt. Die Pflanze wurde im 17.ten Jahrhundert bei uns in Europa eingeführt, Carl von Linné beschrieb sie bereits 1753 in seinem Werk Species Plantarum und gab ihr auch den heute noch gültigen Namen Tropaeolum majus. Die Große Kapuzinerkresse wurde 2013 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. So können fast alle Bestandteile der Pflanze wie Blüten, Knospen, Blätter und Samen in der Küche als Gewürz verwendet werden. Vor allem die Blüten sind als Verzierungvon von Salaten beliebt. Die Kapuzinerkresse enthält die medizinisch wirksamen Senföle wie das leicht flüchtige Benzylsenföl. Diese Wirkstoffe haben anitbakterielle sowie viren- und pilzhemmende Eigenschaften. Damit kann die Pflanze gut als Heilmittel bei inneren und äußeren Entzündungen und verschiedenen Infektionen eingesetzt werden. Die Wirkstoffe fördern zudem die Durchblutung, so dass die Pflanze äußerlich auch bei Prellungen und Muskelschmerzen eingesetzt werden kann. Dr. Ferdinand Müller, der die Kapuzinerkresse noch zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) zählte, findet in seinem Illustrierten Kräuterbuch erstaunlich wenig Worte über das alte Heilkraut: Ihre Heimath ist Peru, jetzt aber ist sie in Europa weit verbreitet in Gärten angebaut. […] Blumen und Blätter geben zerstampft auch ein Wundmittel ab und dient der Saft davon gegen den...
Exotische Kübelpflanze: Juanulloa mexicana

Exotische Kübelpflanze: Juanulloa mexicana

Mal wieder ein Beitrag über eine exotische Kübelpflanze: die Juanulloa mexicana. Sie wächst in einem Gebiet von Mexico bis Kolumbien und gehört in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanze wächst halbepiphytisch als Strauch oder Liane. Die Juanulloa mexicana wächst nicht bei mir im Garten, sondern bei meinem Vater. Er hat deutlich mehr Ehrgeiz und Ausdauer, solche empfindlichen Pflanzen so über den Winter zu bringen, dass sie im darauffolgenden Sommer wieder blühen. Die außergewöhnliche Blütenform dieser Kübelpflanze macht sich allerdings recht gut im Garten. Ein Hauch tropischer Blütenfülle. Weitere Beiträge über Vertreter der Nachtschattengewächse (Solanaceae) Tomaten oder Paradeiser (Solanum lycopersicum) Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) Die Lampionblume (Physalis alkekengi) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Tomatenliebe – Wie Amore und die Olympische Flamme den Weg in meinen Garten fanden Autor: Melanie Grabner, Christine Weidenweber Verlag: Verlag Eugen Ulmer Preis: 24,90...
Die Japan-Anemone (Anemone japonica) oder auch Herbstanemone

Die Japan-Anemone (Anemone japonica) oder auch Herbstanemone

Während die europäischen Anemonen-Arten durchweg frühe Blüher im Jahr sind, blüht die Japan-Anemone (Anemone japonica) erst im Spätsommer bis hinein in den Herbst. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Obwohl ihr Name auf eine Herkunft aus Japan hinweißt, stammt sie ursprünglich aus China, beschrieben wurde sie erstmals 1695 in Nagasaki. Als Gartenpflanze wurde sie erst im 19.ten Jahrhundert bei uns eingeführt. In ihrer zarten Erscheinung erinnert sie mehr an eine Wildstaude als an eine kräftige Staude für das Beet. Ihre Blütenfarbe reicht von reinweiß über alle Abstufungen bis hin zu einem kräftigen rosa. Inzwischen gibt es einige neue Sorten, zum Beispiel mit gefüllten Blüten. Unter der Bezeichnung Japan-Anemone (Anemone japonica) sind angeblich drei botanische Arten zusammengefasst: Anemone hupehensis, A. vitifolium und A. tomentosa. Erwähnenswert sind außerdem ihre Blütenstände, die ähnlich einer Blüte der Baumwolle zur Reife aufplatzen und wollene Samenstände preisgeben. Da sie auch an schattigen Standorten gedeiht, ist sie inzwischen zu einer beliebten und häufigen Gartenpflanzen geworden. Bei mir im Garten kümmerte sie lange dahin, denn sie steht zwischen Taglilien und einer Pfingstrose und wird von beiden Pflanzen etwas bedrängt. Ich wollte der Staude eigentlich einen neuen Standort gönnen, allerdings habe ich inzwischen gelesen, dass die Pflanze sehr schlecht zum Umsiedeln ist, da sie anscheinend eine tiefgründige Pfahlwurzel ausbildet. Ich habe sie also stehen lassen und siehe da, dieses Jahr dankt sie es plötzlich mit zahlreichen Blüten. Weitere Beiträge über Vertreter der Anemonen (Anemone) Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Leberblümchen, Anemone hepatica Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Ideenbuch Pflegeleichte Gärten Autor: Tanja Minardo Verlag: Gräfe und Unzer Verlag Preis: 19,99...
Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

Diese Pflanze wächst seit vielen Jahren bei mir Garten ohne das ich wusste, wie sie heißt. Ich hatte einmal von meinem Vater einen Ableger bekommen, der sie wegen ihrer zahlreichen Blüten um seine Bienenhäuser gepflanzt hatte. Bei einem Besuch im Botanischen Garten München habe ich kürzlich diese mächtige Staude entdeckt: eine Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum). Sie stammt ursprünglich aus der gemäßigte Zone Nordamerikas und gehört zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Staude wird 2 bis 2,5 Meter hoch. Markant ist der vierkantige Stängel sowie die großen, gegenständigen Blätter. Insgesamt macht die Pflanze einen sehr imposanten Eindruck. Allerdings ist sie sehr weindanfällig und die langen Stängel fallen bei uns im Garten gerne um. Wegen ihrer hohen Biomassenproduktion wird sie unter anderem als Energiepflanze angebaut und hat angeblich viele Vorteile gegenüber dem Anbau von Mais (Zea mays), das sie deutlich weniger Herbizide benötigt. Weitere Beiträge über Vertreter aus der Familie der Korbblütler Typische Sommerstaude: Der Leuchtende Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) Heilkraut und Färberpflanze: der Echte Alant (Inula helenium) Das Schmuckkörbchen oder Kosmee (Cosmea bipinnata) Die Herbstaster (Aster...