Rote und Schwarze Johannisbeeren (Ribes rubrum und R. nigrum)

Rote und Schwarze Johannisbeeren (Ribes rubrum und R. nigrum)

Rote und Schwarze Johannisbeeren (Ribes rubrum und Ribes nigrum) sind ähnlich den Stachelbeeren (Ribes uva-crispa oder R. grossularia) Klassiker im Küchengarten. Ich kann mich noch gut an die Sträucher in den Gärten meiner Großeltern erinnern. Alle drei Pflanzen gehören in die Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Es gibt noch die Weiße Johannisbeere, diese ist aber nur eine Farbvariante der Roten, also keine eigene Art. Inzwischen wird auch eine Kreuzung zwischen Johannisbeere und Stachelbeere angeboten, die Jostabeere oder auch Jochelbeere genannt. Josta ist dabei ein Kunstwort aus JOhannisbeere und STAchelbeere.

Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)

Ich muss aber zugeben, dass mir die Beeren nicht besonders gut schmecken. Vor allem die Roten Johannisbeeren sind mir viel zu sauer und die im Verhältnis zur Beere recht großen Kerne tragen auch nicht gerade dazu bei, mein Lieblingsobst zu werden. Die Schwarzen Johannisbeeren sind nicht ganz so schlimm, wenn sie reif sind können sie sogar recht süß sein. Dabei sind sie richtig gesund, denn sie enthalten sehr viel Vitamin C.

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Der deutsche Name Johannisbeere leitet sich vom Johannistag ab, der Sommersonnenwende Ende Juni. Um diesen Tag herum sind die Früchte reif. Der österreichische und bayerische Name Ribiseln lässt dagegen auf den lateinischen Gattungsnamen Ribes zurückführen. Weitere regional verwendete Namen sind Ahlbeere, Gichtbeere oder Träuble.

Johannisbeeren werden hauptsächlich zur Herstellung von Marmeladen oder Gelees verwendet. Sie sind außerdem Bestandteil der Roten Grütze (Die Körner, die man nach dem Essen von Roter Grütze zwischen den Zähnen kleben hat, sind übrigens von den Johannisbeeren!). Die Blüten der Schwarzen Johannisebeere finden zudem Verwendung bei der Parfumherstellung.

Botaniker Herrmann Fischer schreibt in »Heilung durch die Natur« (ca. 1910) zum medizinischen Nutzen der Roten Johannisbeere:

Bei Zuckerkrankheit, Scharlach und Stuhlverstopfung wirken die Beeren vorzüglich und sind auch ein gutes Nährmittel.

Und über die Schwarze Johannisbeere (Gichtbeere!) schreibt er:

Der Tee von den Blättern ist vorzüglich gegen Gicht und Gliederreißen. … Der Absud soll auch nebst dem Beerensaft gegen Keuchhusten, Krampfadern, Halsweh, Heiserkeit und geschwollene Mandeln gute Dienste tun.

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