Die Echte Mispel (Mespilus germanica)

Die Echte Mispel (Mespilus germanica)

Die Mispeln (Mespilus germanica) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehören zu den inzwischen fast vergessenen Kulturpflanzen. Von botanischen Gärten abgesehene habe ich bisher nur einmal einen Mispelbaum in einem Garten stehen sehen. Die Früchte sind hart und kaum genießbar, sie benötigen erst einige Frösten oder eine längerer Lagerung bis sie überhaupt genutzt werden können. Wohl mit ein Grund dafür, dass man die Mispel kaum merh findet.

Echte Mispel (<em>Mespilus germanica</em>)

Echte Mispel (Mespilus germanica)

Früher war die Mispel durchaus beliebt: Die Früchte wurden für Marmeladen und Gelees verwendet, das Holz des kleinen Baumes für feine Tischlerarbeiten. Außerdem fanden die Mispeln Verwendung in der Gerberei sowie in der Herstellung von Wein und Most.

Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem illustrieten Kräuterbuch über die Mispel:

Die Mispeln sind nur genießbar, wenn Sie durch Fröste und eine Art Gährung teigig geworden sind, wo sie einen angenehmen, weinsauren Geschmack haben. Mit Zucker, Wein und Butter gedämpft, sind sie eine gute Speise. Rinde, Blätter und Zweige dienen in der Gerberei; die Blätterabkochung zu Klystieren, namentlich in der rothen Ruhr. Der Genuß der Früchte verursacht Verstopfung, weshalb man sie roh gegen Bauchflüsse und Ruhr anwendet. Die Blätter geben ein gutes Gurgelwasser.

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