Süßkraut (Stevia rebaudiana): Süßstoff aus dem eigenen Garten

Süßkraut (Stevia rebaudiana): Süßstoff aus dem eigenen Garten

Süßes ohne Reue genießen? Das verspricht das südamerikanische Süßkraut (Stevia rebaudiana) oder auch Honigkraut. Die aus dem Grenzgebiet von Paraguay und Brasilien stammende Pflanze gehört zu den Korbblütlern (Asteracaea). Ihre Inhaltsstoffe sollen eine bis zu 450-fache Süßkraft gegenüber unserem weißen Zucker haben und dabei weder dick machen noch Karies verursachen.

Süßkraut oder Honigkraut (Stevia rebaudiana) Süßkraut oder Honigkraut (Stevia rebaudiana)

Die Einwohner des Ursprungslandes der Stevia kennen und nutzen den natürlichen Süßstoff bereits seit Jahrhunderten. Für Europa entdeckte und beschrieb Ende des 19.ten Jahrhunderts der schweizer Botaniker Moises Giacomo Bertoni das Wunderkraut. Trotz seiner Süßkraft hat die Pflanze aber erst in den letzten Jahren so richtig die Aufmerksamkeit eines breiten Publikums gewonnen. Erst 2011 wurden die für die Süße verantwortlichen Stoffe, die sogenannten Stevioglycoside in der EU zur Verwendung in kleinen Mengen zugelassen. Auch wenn die Vermarktung und Nutzung der ganzen Pflanze wohl noch nicht zugelassen ist, da noch nicht alle Inhaltsstoffe bekannt und als unbedenklich eingestuft sind, gibt es bereits jetzt schon viele Produkte auf Basis der Stevia, die als Alternative zum synthetischen Süßstoff angeboten werden.

Kaufen und im eigenen Garten anbauen kann man das Süßkraut aber bereits heute schon. An zahlreichen Ständen von Kräutergärtnereien auf diversen Gartentagen habe ich die Pflanze bereits gesehen. Und wenn man es nicht gleich übertreibt und das ein oder andere Blatt zum Süßen seines Tees verwendet, sollte auch nichts passieren. Eine in einer Studie vermutete mutagene, also genverändernde Wirkung der Pflanze konnte jedenfalls nicht nachgewiesen werden.

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1 Kommentar

  1. Ich bin selber ein begeisterter Steviaverwender und habe den Zucker fast ganz durch das Süßkraut ersetzt und mir fehlt dabei gar nichts.

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