Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Ähnlich wie bei der Zitronenmelisse ist beim Gartensalbei nicht ganz klar, wem wir diese Arzneipflanze zu verdanken haben: den Griechen, Römern oder Arabern. Sicher ist nur, dass sie aus dem Mittelmeerraum stammt und in unserem Kulturkreis seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt wird.

Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Salvia officinalis, der Heil- oder Gartensalbei

Der mehrjährige, krautige Gartensalbei gehört zu der großen Gattung Salvia mit fast 1.000 Arten. Die Vertreter dieser Gattung verteilen sich über die gesamte Erde. Sie gehören wiederrum zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Eine sehr häufige Eigenschaft der Lippenblütler ist der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, so auch bei den Mitgliedern der Gattung des Salbei. Unser Gartensalbei ist daher eine altbekannte Arzneipflanze. Der bei uns heimische Wiesensalbei (Salvia pratense) enthält dagegen nur sehr wenig dieser leicht flüchtigen Öle und spielt als Heilpflanze keine Rolle.

Medizinisch eingesetzt wird der Salbei zur Eindämmung von Entzündungen, so wirkt der Tee dieser Pflanze lindernd bei Halsschmerzen. Größere Bedeutung hat das Kraut als Gewürz in der Küche. Es ist Bestandteil vieler Fleischgerichte, da es bei sehr fettigem Fleisch wohltuend auf den Magen wirkt. Die Freunde der italienischen Küche kennen den Salbei vor allem als Zutat bei dem Gericht »Saltimbocca (wörtlich: Spring in den Mund)«: Kalbsschnitzel werden mit Parma-Schinken und einem Blatt Salbei verfeinert. Der Gartensalbei ist eines der wenigen Gewürze, deren Aroma beim Trocknen noch intensiver wird, getrocknete Blätter also sparsam verwenden!

Aus dieser großen Gattung stammen aber auch sehr viele schöne Gartenpflanzen. Das Farbspektrum der Blüten reicht von weiß, gelb, rot über violett bis hin zu tiefen Blau. Für Pflanzenliebhaber hat diese Gattung sehr viel zu bieten.

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