Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia)

Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia)

Eine etwas unscheinbare, trotzdem aber sehr schöne Pflanze: die Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia) aus der Familie der Germergewächse (Melanthiaceae). Die krautige, aber ausdauernde Pflanze hat im Volksmund viele weitere Trivialnamen wie Augenkraut, Fuchsauge, Fuchstrauben, Krähenauge, Kreuzkraut, Sauauge, Schlangenbeere, Sternkraut, Teufelsauge, Teufelsbeere oder Wolfsbeere.

Vierblättrige Einbeere, Paris quadrifolia

Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia)

Verwendung der Einbeere

Einige dieser Namen wie zum Beispiel Augenkraut deuten bereits auf eine Verwendung der Einbeere als Heilpflanze hin, dabei ist sie insgesamt stark giftig und verursacht Brechreiz, Magenkrämpfe und Atemnot. In extremen Fällen kann diese heimische Pflanze sogar zum Tod durch Atemlähmung führen.

Die vier Blätter der Vierblättrigen Einbeere (Paris quadrifolia)

Die vier Blätter der Vierblättrigen Einbeere (Paris quadrifolia)

Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem Illustrierten Kräuterbuch von 1886 über die Vierblättrige Einbeere:

Da alle Theile dieser Pflanze giftig sind, so darf bei ihrem Gebrauch die nöthige Vorsicht nie aus den Augen gelassen werden. Das frische Kraut gestoßen und über die Augen gelegt, hebt die Entzündung an denselben. – Wenn man das Kraut zerquetscht und den Körper damit abreibt, so soll man gegen Ansteckung durch die Pest und andere Krankheiten gesichert sein. Ein starker Absud des dürren Krauts leistet die gleichen Dienste. – Das zerquetschte Kraut auf Pestbeulen, hitziger Geschwüre und anderen Schäden gelegt, heilt diesselben.

Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia) mit fünf Blättern

Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia) mit fünf Blättern

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