Pflanze mit starker Symbolkraft: das Edelweiß (Leontopodium nivale)

Pflanze mit starker Symbolkraft: das Edelweiß (Leontopodium nivale)

Das schaffen nicht mal die Enziane: Kaum eine Pflanze repräsentiert so stark den Alpenraum wie das Edelweiß (Leontopodium nivale). So fand es sich früher auf der österreichischen Schillingmünze und schmückt heute die 2 Cent-Münze des Alpenstaates. Die Blume findet sich z.B. auch im Logo des Deutschen Alpenvereins und vielen anderen Organisationen mit Bezug zur Bergwelt.

In Natur findet man das Edelweiß fast im gesamten Alpenraum in einer Höhe von 1.800 bis über 3.000 Metern. Man hat immer das Bild eines Kletterers vor Augen, der im steilen Fels auf eine dieser Pflanzen trifft, dieses Bild ist aber falsch. Statt im Fels wächst sie eher auf steilen, hochalpinen Magerrasen. Das Edelweiß meidet Nährstoffe, so dass man es auf bewirtschafteten Almwiesen nicht finden wird.

Pflanze mit Symbolkraft: das Edelweiß (Leontopodium nivale)
Dieses Foto entstand bei einer Wanderung im Nationalpark Berchtesgarden. Wie so viele andere Pflanzenbilder von mir habe ich das Bild des Edelweiß leider nur als Dia. Bleibt also nur der Papierabzug und dann einscannen. Die Qualität des Fotos ist daher eher mäßig.

Die auffällige Blüte ist eine Scheinblüte. Die weißen, filzigen Hochblättern umschließen mehrere Blütenkörbe (daher Korbblüter, Asteraceae), welche die eigentlichen, eher unscheinbaren Blüten enthalten. Der leuchtend weiße Filz reflektiert das Sonnenlicht, lockt so Insekten an und schützt die Pflanze gleichzeitig vor den extremen Bedingungen der Höhe wie Kälte und Trockenheit.

Über einen medizinischen Nutzen der Pflanze konnte ich nichts finden, allerdings wurde (und wird vermutlich immer noch) die Pflanze wegen ihrer außergewöhnlichen Blüten gerne gepflückt. In manchen Gegenden wurde sie auch von jungen Burschen gesucht, um sie ihrer Angebeteten als Liebesbeweiß zu bringen. Inzwischen steht sie unter Naturschutz und darf nicht mehr gesammelt werden.

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