Leberblümchen, Anemone hepatica

Leberblümchen, Anemone hepatica

Das leuchtend blau bühende Leberblümchen (Anemone hepatica, früher auch Hepatica triloba) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört mit zu den Frühlingsboten unter unseren Wildblumen. Es kommt in lichten Laubwäldern mit kalkhaltigem Boden vor. Wo es wächst tritt es meist in größerer Zahl auf.

Leberblümchen Anemone hepatica

Leberblümchen Anemone hepatica

Als Gartenform des Leberblümchens werden zahlreiche Farbvarianten angeboten, deren Blütenfarbe weiß oder blau, aber auch rosa und rot ausfallen kann. In der Natur sind die Leberblümchen bei uns in Deutschland streng geschützt. Auch wenn sie an ihren Standorten sehr zahlreich auftreten können, gehören sie doch zu den gefährdeten Arten.

Leberblümchen, Anemone hepatica, Hepatica triloba

Leberblümchen, Anemone hepatica, Hepatica triloba

Der Name Leberblümchen leitet sich von den dreilappigen Blättern ab, die einer menschlichen Leber ähneln sollen. Im Mittelalter wurde deshalb auf eine heilende Wirkung bei Leberkrankheiten geschlossen. Heutzutage findet die Pflanze als Heilkraut keine Anwendung mehr. Sie gilt allerdings als schwach giftig, da sie reizende Inhaltsstoffe enthält.

Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem »Illustrierten Kräuterbuch« (1866) über das Leberblümchen:

Wenn man die frischen Blätter zerstößt und auf Wunden und offenen Geschwüre legt, so stillen sie das Bluten und wirken reinigend auf dieselben. Der Same treibt den Harn, Sand und Stein ab, wenn man ihn entweder in Wein oder Wasser kocht und dieses trinkt oder wenn man ihn pulverisiert und in Wein oder Bier einnimmt.

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