Die Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Die Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Ein Wildkraut aus meinem alten Dia-Fundus: die Weiße Pestwurz (Petasites albus) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Im deutschsprachigen Raum kommt das Heilkraut in den Mittelgebirgen, dem Alpenvorland und den Alpen bis in eine Höhe von über 2.500 Metern vor. Es bevorzugt feuchte Standorte, meist in der Nähe von Bächen.

Weiße Pestwurz, Petasites albus

Weiße Pestwurz, Petasites albus

Wie der Name der Pestwurz andeutet. wurde das Kraut früher gegen die Pest angewendet. Ich konnte allerdings nichts darüber finden, ob das Kraut auch tatsächlich gegen diese Krankheit half. Der Sud aus der Wurzel soll dagegen gut gegen Geschwülste und Geschwüre wirken. Ein Pulver aus der Wurzel soll gut gegen Würmer sein.

Weiße Pestwurz, Petasites albus

Die ganze Pflanze der Weißen Pestwurz

Über den Gebrauch der Weißen Pestwurz schreibt Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrierten Kräuterbuch:

Die Wurzel riecht stark und widrig, schmeckt durchdringend bitterlich und aromatisch; sie dient als eröffnendes, verdünnendes, schweißteibendes Mittel gegen Gicht, unterdrückte Menstruation, Asthma, bösartige Fieber, Epilepsie, indem man täglich 2 Tassen der Abkochung reicht. Galt früher für ein kräftiges Mittel gegen die Pest; ist gut bei Viehseuchen; wird äußerlich auf bösartige Geschwüre gelegt und verdient dabei alle Beachtung.


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