Zwischenbericht über mein Pilzzucht-Experiment mit Shiitake und Austernpilzen

Zwischenbericht über mein Pilzzucht-Experiment mit Shiitake und Austernpilzen

Das Ergebnis meines Pilzzucht-Experiments mit Shiitake- und Austernpilzen ist nach über drei Monaten leider etwas enttäuschend: Laut Beschreibung auf der Verpackung der Pilzbrut sollte ich schon längst Pilze ernten können. Auch Sepp Holzer schreibt in seinem Buch über Permakultur, daß die Schnittflächen des Holzes nach ca. 6 Wochen mit Pilzmyzel überwachsen sein sollten und daß man nach ca. drei Monaten die ersten Pilze ernten kann. Pilzbrut von Shiitake-Pilzen (Lentinula edodes oder Lentinus edodes) auf Buchenholz Auf meinen Stämmen wächst weder sichtbar Pilzmyzel über die angeschnittenen Holzflächen, noch konnte ich bisher auswachsende Fruchtkörper der angeimpften Pilze entdecken. Dabei wäre das Klima seit Wochen optimal für Pilze, es ist warm bis heiß und wir haben fast täglich Regen. Wie in Sepp Holzers Buch beschrieben habe ich die Stämme im Schatten eines Baumes aufrecht eingegraben. An fehlender Feuchtigkeit kann es also nicht liegen, dass meine Shiitake- und Austernpilze nicht wachsen wollen. Pilzbrut von Austernpilzen (Pleurotus ostreatus) auf Eschenholz Hebt man die Holzplättchen aber etwas an (ich kann es nicht lassen), so scheint das Myzel doch auf das Holz übergegangen zu sein. Ich bin also immer noch guter Hoffnung, daß mein Experiment doch noch klappen wird. Es dauert scheinbar nur etwas länger als beschrieben. Und außerdem kann man ja bald wieder im Wald nach Schwammerl suchen! Ähnliche Beiträge Dieses Jahr wird es wohl nichts mehr mit frischen Pilzen Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake Gelesen: Sepp Holzers Buch über die Permakultur Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Handbuch für Pilzsammler Autor: Andreas Gminder Verlag: Franckh-Kosmos Preis: 19,99...
Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake

Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake

Frische Speisepilze aus dem eigenen Garten? Seit Jahren möchte ich das schon ausprobieren. Als ich nun im Buch Permakultur von Sepp Holzer eine ausführliche Anleitung zur Anzucht von Pilzen fand, wollte ich das endlich mal ausprobieren. Für die Pilzzucht im eigenen Garten eignen sich einige sehr gute Speisepilze. Für meine ersten Versuche habe ich mich für Austernpilze (auch Austern-Seitling, Pleurotus ostreatus) und den japanischen Shiitake-Pilz (Lentinula edodes) entschieden. Beide benötigen als Substart Holz von Laubbäumen. Es gibt auch Arten, wie z.B. Braunkappen (auch Kulturträuschling, Stropharia rugosoannulata), die auch auf Stroh wachsen. Meine Idee war eigentlich, einige alte Holzstämme für die Pilzzucht zu nutzen, die schon länger im Garten rumliegen und nicht so richtig weiß, was ich damit noch machen soll. Der Anleitung von Sepp Holzer habe ich aber entnommen, dass das Holz möglichst frisch sein sollte, höchsten ein halbes Jahr alt. Ist das Holz älter, ist es meist schon von anderen Pilzen besiedelt und damit für die Beimpfung mit anderen Pilzarten nicht mehr zu grebauchen. Also habe ich mir zwei neue Stämme mit ca. 1 Meter Länge und ca. 0,2 Meter Durchmesser besorgt. Ich konnte jeweils einen Stamm einer Esche und einer Buche bekommen. Die Pilzbrut erwirbt man in Form von kleinen Holzplättchen, die mit dem Pilzmyzel besiedelt sind. Die gab es für jeweils 10,00 Euro im örtlichen Fachhandel. Zur Beimpfung des Holzes werden diese Plättchen auf eine frisch angeschnittene Stelle des Stammes angetackert. Von dort aus soll das Myzel dann in das Holz einwachsen und in ca. 4 bis 6 Wochen den ganzen Stamm besiedeln. Angeblich soll der Pilz dann, abhängig von der Außentemperatur nach ca. 10 bis...

Gelesen: Sepp Holzers Buch über die Permakultur

Im Hinblick auf die kommende Gartensaison habe ich mir Gedanken gemacht, was im neuen Jahr im Garten gepflanzt werden sollte.  Leider habe ich nicht die Zeit zur Verfügung, die ich gerne im Garten verbingen möchte, trotzdem versuche ich, wenigstens etwas Obst und Gemüse anzubauen. Um dies möglichst effektiv und ohne Einsatz von Chemikalien zu machen, habe ich schon lange Sepp Holzers Buch zur Permakultur auf meiner Leseliste. Darin geht es um die extensive und nachhaltige Bewirtschaftung von Gärten und landwirtschaftlichen Betrieben. Der Begriff Permakultur kommt aus dem Englischen und leitet sich von Permanent Agriculture ab. Es geht dabei um eine Landwirtschaft, die vor allem auf natürliche Kreisläufe beruht. In seiner Einleitung schreibt Holzer, dass der Begriff erst in den 70ern geprägt wurde, er aber unabhängig davon schon immer Permakultur betrieben hat. Der Fokus des Buchs liegt auf der Landwirtschaft, gut zwei Drittel des Inhalts widmet Holzer dem ökologischen Anbau von Lebensmitteln. So geht es unter anderem um die Gestaltung der Landschaft mit Hilfe von Baggern oder über die Nutztierhaltung, was für den Hobbygärtner nicht unbedingt von Nutzen ist. Trotzdem ist die Lektüre dieser Kapitel sehr interessant. Die Erkenntnisse und Erfahrungen von Sepp Holzer aus vielen Jahren ökologischer Landwirtschaft sind sehr lesenswert. Kaum verwunderlich, dass er zum Beispiel mit seiner Experimentierfreude und unkonventionellem Vorgehen bei Behörden und Verbänden aneckt. Dafür trifft seine Sichtweise auf die Art und Weise moderner, industrialisierter Nahrungsmittelproduktion den Nerv der Zeit. Was kann ich für mich bzw. für meinen Garten nun aus der Lektüre des Buches ziehen? Auf Kunstdünger oder andere Chemikalien habe ich sowieso schon verzichtet und die dringlichste Frage, im Sommer den Myriaden von...

Die letzten Blütenfarben im Garten

Letzten Samstag haben wir unseren Garten winterfest gemacht. Zum Glück, denn die folgende Nacht hatten wir starken Frost. Vorher bin ich aber noch einmal mit der Kamera durch den Garten und habe die letzten Blüten vor dem Winter fotografiert. Scharlachfuchsie (Fuchsia magellanica). Sie friert jeden Winter komplett zurück, treibt aber treu jedes Frühjahr wieder neu aus.   Die Japan-Anemone (Anemone japonica) hatte ich den ganzen Sommer vermisst. Jetzt im Herbst kam dann doch noch eine der gefüllte Blüten zum Vorschein. Die Kugeldistel (Echinops) blüht seit Monaten. Eine (mir) unbekannte Salbei-Art (Salvia). Irgendwann einmal gepflanzt, dann vergessen, zeigt sich dann doch noch kurz vor dem Herbst mit leuctend blauer Farbe. Die Herbstaster, sie blüht erst im Herbst so richtig. Auch die Farbenpracht der Blüten nachlässt, der Herbst hat seine eigenen Farben, z.B. das Laub der Felsenbirne...

Äpfel, Äpfel, noch mehr Äpfel

Dieses Jahr ist zweifellos ein gutes Apfeljahr. Die beiden „alteingesessenen“ Apfelbäume im Garten tragen so viele Äpfel wie noch nie. Ein Baum hat wegen der schweren Last der Früchte bereits einen seiner stärkeren Äste eingebüßt. Reiche Ernte, die Sorte ist vermutlich Jakob Fischer Darum gibt es zur Zeit Apfelstrudel, Apfelkompott, Apfelgelee, selbstgemachten Apfelsaft und vieles mehr. Nur Apfelkuchen gibt es nicht, denn die Zwetschgen sind auch reif, und da gibt es natürlich Zwetschgendatschi. Ein Versuch, Afpelmost und daraus später Apfelessig selbst zu machen ist leider schon gescheitert: Statt zu gären hat der Saft leider das Schimmeln begonnen und riecht auch nicht mehr so gut. Roter Boskoop Nur der vor vier Jahren gepflanzte Apfelbaum der Sorte Roter Boskoop mag nicht so richtig. Im Frühjahr gab es genau 1 (in Worten eine) Apfelblüte. Daraus hat sich nun 1 (in Worten ein) Apfel entwickelt. Immerhin. Ähnliche Beiträge Apfelernte: Jakob Fischer oder Der Schöne vom Oberland Lesetipp...

Gute Gärtnereien, schlechte Gärtnereien

Vor ein paar Jahren besuchten wir in Kalifornien den Yosemite-Park. Es war recht früh im Jahr und botanisch noch nicht so viel los. Es fielen uns in den Wäldern des Yosemite-Tals aber einzelne nicht sehr große Bäume auf, der Dogwood oder Blumenhartriegel (Cornus florida). Die einzelnen großen, strahlenweißen Blüten gefielen uns ungemein. Jahrelang war ich in diversen Garten-Centern auf der Suche nach dieser Pflanze. Zufälligerweise entdeckte ich die Pflanze bei einem Besuch Freiburg auf einer Baustelle, also über den Bauzaun. Die Ästchen, die ich mitnahm gingen leider nicht an. Auf alle Fälle hatte ich letztes Jahr in einem hiesigen Garten-Center (den Namen verkneif ich mir an dieser Stelle einfach) eine solche Pflanze entdeckt. Und zwar nicht die Gartensorte, die über und über mit rosanen Blüten sitzt und meiner Meinung nach ziemlich albern aussieht, nein, es war eine Sorten, die der Wildform im Yosemite sehr nahe kam, einzelne, große, weiße Blüten. Auf alle Fälle hing ein Schild dran: verkauft. Da es dem Augenschein nach ein recht gut geführtes Garten-Center zu sein schien, haben wir uns beraten lassen und einen Fehler begangen. Aufgrund der Beschreibung der Blüte empfahl uns die Verkäuferin einen anderen Hartriegel, einen sogenannten Pagoden-Hartriegel. Dieser sollte nicht nur wie unser Blumenhartriegel blühen, er sollte auch noch eine besonders schöne Wuchsform haben. Auf Fälle steht dieser Hartriegel nun im Garten und die Blüte ist alles andere als groß und weiß, der Blütenstand (siehe Bild) entspricht dem gemeinen Feld- und Wiesenhartriegel, wie er an jeder Ecke steht. Ein Reklamation beim Garten-Center erbrachte lediglich die entrüstete Frage der Verkäuferin „Was wollen Sie eigentlich von mir?“. Meine Frage ist nun, wenn ich...