Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Nieswurze aus der Gattung Helleborus gehören mit zu den frühesten Blühern in unseren Gärten. Ihre Blüten können je nach Witterung bereits ab Januar oder Februar erscheinen und bleiben bis in den April hinein. Die Gattung gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Das Farbspektrum der Blüten der vielen Sorten reicht dabei von weiß, rosa, violett bis hin zu grün. Der Gattung der Nieswurze, die bei uns in Deutschland oft auch als als Christrosen bezeichnet werden, umfassen mehrere sehr ähnliche Arten. Dazu zählen neben der eigentlichen Christrose (Helleborus niger) auch die Arten der Grünen Nieswurz (Helleborus viridis), der Lenzrose (Helleborus orientalis) sowie die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus). Bis in das 19. Jahrhundert hinein war die Christrose (Helleborus niger) wegen der Farbe ihrer Wurzeln auch Schwarze Nieswurz oder Schneerose genannt eine sehr beliebte Gartenblume. Mit der Einführung neuer, exotischer Arten wurde sie aber nach und nach verdrängt. In den Jahren zwischen 1870 und 1880 wurde zahlreiche neue Sorten gezüchtet. In dieser Zeit warern sie sehr beliebt, was sich aber schon bald wieder änderte. Viele Züchtungen sind somit wieder verloren gegangen. Heute sind die Helleboren weniger bekannt als viele andere unserer Gartenblumen und doch findet man sie fast in jeden Garten. Vielleicht liegt das daran, das sie ausgesprochene Schattenpflanzen sind und deswegen auch noch in den verstecktesten und dunkelsten Winkeln eines Gartens gedeihen können. Die Nieswurze sind allesamt giftig! Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich nicht aus dem Lateinischen, sondern aus dem Griechischen ab: »Hellin« bedeutet ‚töten‘, »bora« heißt ‚Nahrung‘. Die Symptome einer Vergiftung mit Helleborus reichen je nach Dosis von Erbrechen, Delirium bis zu Bewußtlosigkeit und können sogar zum Tode führen. Jedes...
Frühlingsboten im Garten

Frühlingsboten im Garten

Draußen liegt zwar noch ein geschlossene Schneedecke, aber sie wird zusehends dünner und die ersten Lücken zeigen sich. Lang kann es also nicht mehr dauern, bis sich diese Frühlingsboten zeigen, denn die Tage werden wieder länger, die Sonne käftiger und damit wächst auch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt. Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Winterling (Eranthis hyemalis) Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum) Leberblümchen (Anemone hepatica, Hepatica triloba) Krokus (Crocus vernus) Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Buschwindröschen (Anemone nemorosa), hier gemeinsam mit dem Leberblümchen (Anemone hepatica) Blaustern (Scilla)   Ähnliche Beiträge Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Der Winterling (Eranthis hyemalis) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Wilder Krokus (Crocus vernus) Leberblümchen, Anemone hepatica Blausterne (Scilla) als...
Meine Gartenplanung für 2015

Meine Gartenplanung für 2015

Der Winter ist ja keine so richtige Zeit für den Garten. Oder doch? Ohne Winter würde mir jedenfalls etwas fehlen, nämlich die Vorfreude auf die nächste Gartensaison. Aber wie überbrückt man diese stade Zeit? Zum Beispiel mit dem Schmökern von Gartenbüchern und der Planung für das kommende Gartenjahr. Dabei ist der Begriff Gartenplanung in meinem Fall etwas überstrapaziert, den meist beschränkt sich meine Planung der Jahreszeit entsprechend auf einige gute Vorsätze. Und ein großer Vorsatz, den ich mir Jahr für Jahr vornehme, lautet: mehr Gemüse aus dem eigenen Garten. Aber dieses Jahr! Denn meine Erfolge beim Anbau von eigenem Obst und Gemüse halten sich in Grenzen. Dabei ist es immer wieder ein Genuss, das eigene Gemüse frisch aus dem eigenen Garten in der Küche zu verwenden. Direkt aus dem Garten schmeckt es einfach deutlich besser. Das Gemüsebeet ist mit ca. 25 bis 30 qm recht klein und reicht bei Weitem nicht zur Selbstversorgung, aber mit einer etwas ernsthafteren Planung sollte sich doch etwas mehr Ertrag aus diesem kleinen Stück Land holen lassen. Dabei haben wir mit den verschiedensten Gemüsepflanzen und -sorten sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Was gut gedeiht Die lohnenden Gemüsesorten im eigenen Beet: Bohnen. Grüne Buschbohnen sind ein lohnendes und einfach zu ziehende Gemüse. Frisch aus dem Garten schmecken die Bohnen viel besser als ihresgleichen aus dem Supermarkt. Es sitzen zwar viele Schnecken unter den Blättern, aber die meisten Bohnen bleiben verschont. Wenn wir es jetzt noch schaffen, die Bohnen zeitlich versetzt zu pflanzen, hätten wir den ganzen Sommer über Nachschub. Erdbeeren. Auch wenn die letzten beiden Jahre eher enttäuschend waren, so haben wir einige Jahre viele schöne...
Spitzmorcheln im Garten?

Spitzmorcheln im Garten?

Letztens habe ich bei Freunden im Garten eine Ansammlung von Spitzmorcheln entdeckt. Die Spitzmorchel ist wie die Speisemorchel ein begehrter Speisepilz und kaum mit ungenießbaren oder giftigen Pilze zu verwechseln. Die Spitzmorchel (Morchella elata oder M. conica) gehört zu den Schlauchpilzen und in die Familie der Morchelverwandten (Morchellaceae). Am ehesten besteht bei den Spitzmorcheln die Gefahr einer Verwechslung mit der Frühlingslorchel oder auch Giftlorchel. Deren Hut ihres Fruchtkörpers ähnelt aber mehr einem Gehirn und ist nicht so gleichmäßig walzen- oder kegelförmig. Meinen Freunden wollte dann ich nicht ihre Morcheln aus ihrem Garten wegklauen (auch wenn ich vermute, dass sie die Pilze nicht essen werden), ich habe aber einen Pilz samt umgebendem Erdreich ausgestochen und in meinen Garten verpflanzt. Mal sehen, ob sich auf diese Weise eine eigene Pilzkultur mit Frühlingsmorcheln ansiedeln lässt. Ein anderes Experiment mit Pilzkulturen im eigenen Garten scheint dagegen gescheitert zu sein: Vor zwei Jahren (!) hatte ich zwei Baumstämme mit Pilzmyzel angeimpft. Einen Buchenstamm mit Shiitake und einen Stamm der Esche mit Austernpilzen. Bei beiden Stämmen konnte ich noch nicht feststellen, dass sich die gewünschten Speisepilze erfolgreich angesiedelt hätten. Mal sehen, einen Sommer bekommen sie noch. Ähnliche Beiträge Dieses Jahr wird es wohl nichts mehr mit frischen Pilzen Zwischenbericht über mein Pilzzucht-Experiment mit Shiitake und Austernpilzen Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Handbuch für Pilzsammler Autor: Andreas Gminder Verlag: Franckh-Kosmos Preis: 19,99...
Alle Jahre wieder: Komposterde sieben

Alle Jahre wieder: Komposterde sieben

Einmal im Jahr muss es sein: einen der beiden Komposthaufen auflösen und die frische Erde durchsieben. Den ganzen Tag Erde mit der Schaufel durch ein Sieb werfen, eine Knochenarbeit, auf die ich mich nicht unbedingt freue. Es gibt so Arbeiten im Garten, auf die freue ich mich gar nicht. Eine davon ist, einen der beiden Komposthaufen aufzulösen und die Erde einmal durchzusieben. Beide Haufen werden abwechselnd befüllt, einer reicht dabei für ungefähr ein Jahr. Dann darf er ein weiteres Jahr ruhen und er andere wird gefüllt. Aber vorher muss er natürlich erst geleert werden. Einen Tag lang wird die Erde gesiebt. Mit der Schaufel und von Hand. Aber die Arbeit und die späteren Rückenschmerzen lohnen sich. Die frische Komposterde wird in den Blumen- und Gemüsebeeten verteilt. So muss keine Erde eingekauft werden. Und da alle Grünabfälle auf den Kompost kommen, fällt auch weniger Müll an und es genügt eine kleinere Tonne. So eine Art Kreislaufwirtschaft im Kleinen. Buchtipp zum Kompostieren...
Dieses Jahr wird es wohl nichts mehr mit frischen Pilzen

Dieses Jahr wird es wohl nichts mehr mit frischen Pilzen

Im Frühjahr habe ich ja noch euphorisch zwei Holzstämme mit Pilzbrut beimpft. Ein frisch geschlagener Buchenstamm wurde mit Shiitake-Pilzen (Lentinula edodes oder Lentinus edodes) beimpft, ein Eschenstamm mit Austernpilzen (Pleurotus ostreatus). Laut Sepp Holzer’s Beschreibung einer Pilzzucht in seinem Buch über Permakultur sollte das Pilzmyzel die Stämme in ca. 6 Wochen durchdringen und nach ca. 3 Monaten sollten sich die ersten Pilze, also deren Fruchtkörper zeigen. Pilzbrut von Shiitake-Pilzen (Lentinula edodes oder Lentinus edodes) auf Buchenholz Der Winter steht nun kurz bevor und meine Impfaktion liegt nun über ein halbes Jahr zurück. Ich schätze mal, dass es dieses Jahr nichts mehr mit frischen Pilzen aus dem eigenen Garten werden wird. Da die Pilze für die Ausbildung ihrer Fruchtkörper Temperaturen über 15 Grad benötigen, gehe ich mal davon aus, dass ich frühstens nächstes Jahr im Frühsommer ernten kann. Zumindest bei den Shiitake-Pilzen auf Buchenholz bin ich guter Dinge das mein Experiment noch klappt, denn das Holz zeigt auf der Rinde einen orange gepunkteten Ausschlag. Bei dem Eschenstamm, den ich mit Austernpilzen beimpft habe, tut sich dagegen nichts Sichtbares. Aber Geduld gehört halt zum Garteln mit dazu. Aber wie zum Hohn zeigten sich an anderen Stämmen, die seit Jahren in einer anderen Ecke meines Gartens liegen, die prächtigsten Pilzkolonien. Ich konnte leider nicht bestimmen, um welche Pilzart es sich handelt, denn kleine, orange Pilze mit Lamellen gibt es zuhauf – in der Natur wie in den Pilz-Bestimmungsbüchern. Und Pfifferlinge bzw. Rehrl (Cantharellus cibarius), wie sie im bayerischen heißen, waren es definitiv nicht. Aber schön zum Anschauen sind sie...