Wanderung im Isarwinkel: zur Tutzinger Hütte

Wanderung im Isarwinkel: zur Tutzinger Hütte

Der Sommer war bisher leider sehr verregnet, so dass die Anzahl der Bergtouren in diesem Jahr noch sehr überschaubar ist. Diese Woche haben wir es mit dem beginnenden Herbst dann doch endlich geschafft und sind von Benediktbeuern auf die Tutzinger Hütte gegangen. Für den Aufstieg haben wir das Lainbachtal gewählt, für den Abstieg dann den Weg über die Eibelsfleck- und Kohlstattalm. Beide Strecken sind jeweils acht Kilometer lang und von Benediktbeuern aus bis zur Tutzinger Hütte muss man ca. 800 Höhenmeter überwinden. Den Weg über das Lainbachtal mit seinem Wildbach-Lehrpfad fand ich sehr enttäuschend. Wer sich für die unterschiedlichen Varianten von Staustufen begeistern kann, ist hier genau richtig, aber von Wildbach kann keine Rede mehr sein. Entsprechend ist der Weg: eine breite Schotterstraße statt Wanderweg. Fast der gesamte Weg bis zur Tutzinger Hütte ist ein Wirtschaftsweg für schwere Fahrzeuge. Nur die letzten ein, zwei Kilometer bis zur Hütte (ab der Talstation der Materialseilbahn) schlängelt sich ein schmaler Pfad in Serpentinen durch den Wald nach oben. Für den Abstieg haben wir dann die meiner Ansicht nach schönere Route über die Eibelsfleckalm und Kohlstattalm gewählt. Hier führt der Wanderweg öfter abseits der großen Schotterpiste, z.B. als Pfad über die Wiesen der Eibelsfleckalm. Botanisch war jetzt im Herbst nicht mehr viel geboten. Es blühte noch die Wald-Witwenblume oder auch Wald-Knautie (Knautia dipsacifolia bzw. Knautia sylvatica), der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) und der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus). Was die Tour hinauf zur Tutzinger Hütte aber interessant macht, sind die Alpen-Steinböcke, die seit den Sechzigern des letzten Jahrhunderts in der Region um die Benediktenwand leben. Mit etwas Glück kann man die Tiere von der Terrasse...
Blumenexkursion auf den Kranzberg bei Mittenwald

Blumenexkursion auf den Kranzberg bei Mittenwald

Wenn man im April überhaupt schon an Wanderungen in den Bergen denken kann, geht man meist noch über weite Schneefelder. Dieses Jahr ist dank des frühen und warmen Frühlings aber alles anders. So konnte man am Kranzberg in Mittenwald bereits viele Pflanzen finden, die sonst erst viel später blühen. Die Wanderung führte von der Bergstation des Sessellifts am Kranzberg hinunter zum Ferchensee und am Lautersee vorbei zurück nach Mittenwald. Eine kleine Auswahl der Pflanzen, die bereits letzte Woche am Hohen Kranzberg blühten: Alle diese Pflanzen habe ich bereits tausend Mal fotografiert, aber ich kann es nicht lassen, die immergleichen Blüten jedes Jahr aufs Neue abzulichten. Mich begeistern vor allem die strahlend blauen Enziane. Vor allem wenn die Blüten wie am Kranzberg ganze Teppiche bilden. Ähnliche Wanderungen in der Umgebung vom Hohen Kranzberg Auf die Hohe Munde bei Leutasch in Tirol, Österreich Wanderung auf den Schachen bei Garmisch-Partenkirchen alpenreisefuehrer.de: Wanderung von Mittenwald auf den Hohen Kranzberg, über Ferchensee und Lautersee zurück Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Blütenwanderungen In Oberbayern Autor: Martin Wiesmeier Verlag: : AT Verlag Preis: 19,99...
Wanderung im Schwarzwald: von Waldkirch auf den Kandel

Wanderung im Schwarzwald: von Waldkirch auf den Kandel

Eine Wanderung in meiner alten Heimat, dem Schwarzwald. Inzwischen lebe ich seit vielen Jahren in Oberbayern und finde leider kaum Zeit, um wenigstens ab und an eine Wanderung im Schwarzwald zu unternehmen. Die Tour startet von Waldkirch im Elztal aus und führt auf den Hausberg der Stadt, dem Kandel. Der Berg ist mit 1.241 m nach dem Feldberg der zweithöchste Gipfel des Schwarzwaldes, so dass man bei dieser Wanderung fast 1.000 Höhenmeter zu machen hat. Die Strecke der von mir gewählten Route auf den Gipfel und zurück ist knapp 15 Kilometer lang. Der Aufstieg auf den Kandel geht bei dieser Route über den Damenpfad, einem meist schmalen Pfad. Kurz vor dem Gipfel kommt man an dem großen Kandelfelsen vorbei. Von dort hat man eine schöne Aussicht hinunter nach Waldkirch, ins Elztal und Richtung Norden über die hügelige Landschaft des Nordschwarzwaldes. Von der Gipfelpyramide aus hat man einen weiten Blick hinaus ins Rheintal, am Kaiserstuhl vorbei bis ins Elsaß und zu den Vogesen. Der Weg zurück führt in steilen Serpentinen den sogenannten Nordhang hinunter, dann weiter den Rotwasserweg hinunter, vorbei am Gasthaus Altersbach und weiter bis zum Ausgangspunkt Waldkirch. Die Wanderung von Waldkirch auf den Kandel als Route auf...
Endlich wieder im Westen von Kanada unterwegs

Endlich wieder im Westen von Kanada unterwegs

Vor mehr als 20 Jahren, als Student, habe ich für das Zoologische Institut der Universität von Edmonton, Alberta gearbeitet. Für zwei Sommer war ich auf der Forschungsstation Meanook in der Nähe des Ortes Athabasca am gleichnamigen Fluss stationiert und habe an limnologischen Studien teilgenommen. Nach mehr als 20 Jahren war ich nun endlich wieder im Westen Kanadas unterwegs. Diesmal allerdings als Tourist um all die vielen schönen Orte wieder zu sehen, die ich als Student schon besucht hatte. Geplant war eine Rundreise durch die Rocky Mountains in Alberta und an die pazifische Küste Britisch Kolumbiens. Hauptattraktion ist in Kanada natürlich die Natur der verschiedenen Nationalparks, aber auch die Städte Vancouver und Victoria sind ausgesprochen reizvoll. Ausgeählte Fotos der Reiseziele in Kanada Die kanadische Fahne mit dem berühmten Ahornblatt. Urlaub in Kanada bedeutet vor allem viel Zeit im Auto. Kanutour auf dem Red Deer River, nördlich von Calgary, Alberta. Auf dem Gipfel des Mount Fairview (2.700 m) im Banff Nationalpark. Im Hintergrund eine grandiose Kulisse aus mehreren Gletschern. Blick über den Lake Louise im Banff Nationalpark. Ähnlich berühmt wie Lake Louise, der Morraine Lake im Banff Nationalpark. Leider auch ähnlich überlaufen, aber trotzdem schön. Mount Edith Cavell mit dem Angel-Gletscher. Und noch ein See: der Maligne Lake im Jasper Nationalpark. Zurück in die Zeit der Siedler und des Goldrausches: Barkerville in der Nähe von Quesnel, British Columbia . 1860 entstanden, dann verlassen und nun wieder aufgebaut. Victoria am Südende von Vancouver Island, die Hauptstadt British Columbias. Die Beleuchtung des Parlamentgebäudes ist sicherlich Geschmacksache. Vancouver ist so groß, die Stadt passt nur in eine Panoramaaufnahme (zum Vergrößern bitte klicken). Zum Abschluss...
Auf die Hohe Munde bei Leutasch in Tirol, Österreich

Auf die Hohe Munde bei Leutasch in Tirol, Österreich

Wann immer ich zwischen Garmisch und Innsbruck unterwegs war, habe ich auf einen einzeln stehenden Berg geschaut und mir gedacht, da muss ich mal rauf: die Hohe Munde bei Leutasch (Tirol, Österreich). Letztes Wochenende war es dann soweit, das Wetter gut vorhergesagt und die Tage noch recht lang für diese doch etwas ausgedehntere Tour. Von Moos bei Leutasch aus auf den Gipfel der Hohen Munde sind über 1.500 Höhenmeter zu überwinden und das dauert dann doch einige Stunden. Um genau zu sein, es dauerte 4 Stunden, bis wir den ersten Gipfel, den Mundekopf erreicht hatten. Um auf den eigentlichen Gipfel der Hohen Munde zu kommen, steigt man wieder etwas ab, überquert einen Sattel, um dann nach einem weiteren Anstieg den Gipfel zu erreichen. Der Berg sieht ja von unten schon imposant aus, aber der Blick vom Gipfel ist atmberaubend: man sieht nicht nur 1.500 Meter unter sich das komplette Leutaschtal mit dem Gaistal, sondern nach Süden hin, ca, 2.000 Meter unter sich einen Großteil des Inntals. Nach Norden hin hat man einen tollen Blick auf die komplette Südseite des Wetterstein. Schade, das wir sehr diesiges Wetter hatten. Da die Tour recht lang ist blieb für die Botanik blieb diemsal nicht so viel Zeit. Aber man erkennt auf seinem Weg zum Gipfel sehr schön die einzelnen Vegetationsstufen: man startet im Nadelwald der montanen Stufe, erreicht alsbald die subalpine Stufe mit ihren niederen Latschenkiefern. Darauf folgt die alpine Zone mit Polsterpflanzen, Moosen und Flechten und kratzt bei der Hohen Munden zum Gipfel hin sogar noch die vegetationsfreie nivale Zone mit Fels und teilweise Schnee. Wer möchte, kann für den Abstieg die...
Bayrischzell, Sudelfeld: von der Rosengasse zum Brünnstein

Bayrischzell, Sudelfeld: von der Rosengasse zum Brünnstein

Nach langer Winterpause endlich wieder eine schöne, ausgedehnte Wanderung in den Alpen. Diesmal ging es im Sudelfeldgebiet vom Gasthof Rosengasse hinauf auf den Brünnstein. Die Tour startet bereits auf einer Höhe von ungefähr 1.000 Metern, der Brünnstein selbst hat eine Höhe von 1.634 Metern. Zum Ausgangspunkt am Parkplatz unterhalb vom Gasthof Rosengasse gelangt man von Bayrischzell kommend über die Passstraße vom Sudelfeld und folgt dann der Beschilderung nach Oberaudorf. Ab da ist dann der Gasthof Rosengasse ausgeschildert. Nach einem steilen Anstieg geht der Weg auf fast gleicher Höhe hinüber zur Himmelmoosalm. Für Pflanzenfreunde finden sich zahlreiche Schmankerl wie Orchideen oder der Weiße Germer. Den gesamten Weg über die Himmelmoosalm hat man eine wunderschöne Aussicht. Im Osten sieht man den Zahmen und den Wilden Kaiser, nach Süden hin die gesamten Kette der Gipfel des Alpenhauptkammes. Nach der Himmelsmoosalm kommt noch einmal eine steiler Ansteig hinauf zum Gipfel des Brünnstein. Kurz vor dem Gipfel geht der Weg in einen Klettersteig über. Man sollte für die Wanderung also schon etwas Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Belohnt wird dafür mit einem fantastischen Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Richtung Norden den Wendelstein bei Bayrischzell und die Bayerischen Voralpen. Nach Osten den Zahmen und den imposanten Wilden Kaiser, hinunter in das Inntal. Nach Süden der Alpenhauptkamm mit seinen zahlreichen Gipfeln. Von Süden her gibt es einen weiteren Zustieg über einen Klettersteig zum Gipfel der Brünnsteig. Dieser ist allerdings deutlich länger und anspruchsvoller als die Route von Norden her über die Rosengasse und die Himmelmoosalm. Für den Abstieg beitet sich ein Abstecher zur Hütte des Alpenvereins an, das Brünnsteinhaus auf einer Höhe von 1.342 Metern. Von dort...