Wilder Krokus (Crocus vernus)

Wilder Krokus (Crocus vernus)

Krokusse kennt jeder als farbige Frühlingsblume in den Gärten. Weniger häufig trifft man auf wildwachsende Frühlingskrokusse (Crocus vernus), die sehr viel kleiner und zarter gefärbt sind als ihre Gartenform. Der Krokus gehört zur Familie der Iridaceae, den Schwertliliengewächsen. Die Krokusse auf den Bildern wachsen auf dem Schachen, einer hoch gelegenen Almwiese in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Dort oben findet sich übrigens auch das Jagdschloss von König Ludwig II und der Alpengarten, einer Außenstation des Botanischen Gartens München. Diese haben so früh im Jahr allerdings noch geschlossen. Weitere Beiträge über Vertreter der Schwertliliengewächse (Iridaceae) Die Blüte der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) auf den Wiesen am südlichen...
Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten

Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten

Eine meiner Lieblingspflanzen sind Blausterne (Scilla) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Das liegt wohl mit daran, dass sie im Frühjahr mit zu den ersten Blüten im Garten gehören. Am Schönsten finde ich sie, wenn sie mit ihren Blüten dichte, leuchtend blaue Rasen bilden, meist in alten Parkanlagen. Bei mir im Garten wachsen sie bisher nur vereinzelt, ich hoffe das werden noch mehr! Außerdem bin ich mir bei den Arten nicht ganz sicher, denn die meisten dieser zarten Zwiebelpflänzchen sind aus dem Garten des Nachbars eingewandert. Auf alle Fälle ist der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia) vertreten und ich denke, es sind auch einige Exemplare des Sibirischen Blausterns (Scilla siberica) dabei. Dieser hat oft mehr als zwei Laubblätter an einem Spross und seine Blüten sind nickend. Die Blausterne sind giftig, vor allem die Zwiebel und der Samen enthalten Saponine, die bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen können. Über eine Heilwirkung der Pflanze oder eine andere Nutzung außer als Ziepflanze im Garten konnte ich über die Blausterne nichts finden. Beiträge über weitere Vertreter der Spargelgewächse Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum...
Die Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Die Weiße Pestwurz (Petasites albus)

Ein Wildkraut aus meinem alten Dia-Fundus: die Weiße Pestwurz (Petasites albus) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Im deutschsprachigen Raum kommt das Heilkraut in den Mittelgebirgen, dem Alpenvorland und den Alpen bis in eine Höhe von über 2.500 Metern vor. Es bevorzugt feuchte Standorte, meist in der Nähe von Bächen. Wie der Name der Pestwurz andeutet. wurde das Kraut früher gegen die Pest angewendet. Ich konnte allerdings nichts darüber finden, ob das Kraut auch tatsächlich gegen diese Krankheit half. Der Sud aus der Wurzel soll dagegen gut gegen Geschwülste und Geschwüre wirken. Ein Pulver aus der Wurzel soll gut gegen Würmer sein. Über den Gebrauch der Weißen Pestwurz schreibt Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrierten Kräuterbuch: Die Wurzel riecht stark und widrig, schmeckt durchdringend bitterlich und aromatisch; sie dient als eröffnendes, verdünnendes, schweißteibendes Mittel gegen Gicht, unterdrückte Menstruation, Asthma, bösartige Fieber, Epilepsie, indem man täglich 2 Tassen der Abkochung reicht. Galt früher für ein kräftiges Mittel gegen die Pest; ist gut bei Viehseuchen; wird äußerlich auf bösartige Geschwüre gelegt und verdient dabei alle Beachtung. Weitere Beiträge über Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) Die Herbstaster (Aster novi-belgii) Heilkraut und Färberpflanze: der Echte Alant (Inula helenium) Achillea millefolium Die Silberdistel (Carlina acaulis) Pflanze mit starker Symbolkraft: das Edelweiß (Leontopodium...
Gemeiner oder Echter Lein (Linum usitatissimum)

Gemeiner oder Echter Lein (Linum usitatissimum)

Der Gemeine oder Echte Lein (Linum usitatissimum) aus der Familie der Leingewächse (Linaceae) gehört zu den Pflanzen, die früher einmal sehr wichtig waren, heute aber etwas in Vergessenheit geraten sind. Diese jahrtausende alte Kulturpflanze wird auf vielfältigste Weise genutzt: als Ölpflanze (Öllein), als Lieferant für Fasern (Faserlein) und auch als Heilkraut. Andere Namen der Pflanze sind Flachs, Glix, Haarlinsen oder Leinsamen. Vom Lein gibt es keine echte Wildform, es finden sich lediglich nur ausgewilderte Formen. Die Herkunft der Pflanze lässt sich vermutlich auf den Wildlein (Linum bienne) zurückführen, der aus dem Gebiet der heutigen Osttürkei, des Irans, Syriens und Ägyptens stammt. So alt wie die dort nachgewiesenen ersten Hochkulturen der Menschheit ist auch die Nutzung des Leins: über 7.000 Jahre! Als erstes wurden wohl die Fasern der Pflanze zur Herstellung von Stoffen genutzt. Später wurde dann auch das Öl genutzt, das aus den Leinsamen gewonnen wird. Der Lein breitete sich vermutlich schon in der Steinzeit über ganz Europa aus und erreichte selbst Irland und Schottland im Jahr 2.000 vor Christi. So konnten Samen der Pflanzen z.B. in der Umgebung von Pfahlbauten an verschiedenen Seen im Alpenraum gefunden werden. Ab dem Mittelalter wird der Lein auch als Heilpflanze geführt. Das Öl des Leinsamens findet Verwendung als Speiseöl und als Bindemittel für Farben. In Dr. M. Fünfstücks Botanischem Taschenatlas wir die Nutzung der Leinpflanze folgendermaßen zusammengefasst: Der Lein (Flachs) ist schon in vorgeschichtlicher Zeit als Gespinnstpflanze gebaut worden und noch heute [1894] eine wichtige Kulturpflanze. Die Samen sind reich an fettem Oel (Leinöl) und offizinell. Und natürlich beschreibt auch Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrierten Kräuterbuch den Lein sehr ausführlich: Arten:...
Wacholder (Juniperus communis)

Wacholder (Juniperus communis)

Der Wacholder (Juniperus communis) aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) ist in unserem Kulturkreis eine alte Nutzpflanze. Die Verbreitung des Wacholders reicht von den gemäßigten bis zu den arktischen Zonen Europas, Nordamerikas und Asiens. Trotz dieser weiten Verbreitung gehört der Wacholder inzwischen zu den gefährdeten Arten. Weitere Namen der Pflanze sind z.B. Machandelbaum, Kranewittbaum, Reckholder, Weihrauchbaum, Feuerbaum. Im Jahr 2002 war der Wacholder Baum des Jahres. Der Wacholder wird seit Jahrtausenden vom Menschen genutzt, das belegen z.B. Funde in der Umgebung von Pfahlbauten. Den Germanen galt der immergrüne Strauch als Lebensbaum und noch heute gibt es im bayerisch-österreischen Raum den Brauch, sich bei Wanderungen einen Wacholderzweig an den Hut zu stecken, um die Müdigkeit zu vertreiben. Der Wacholder wird sowohl als Gewürz als auch als Heilmittel genutzt. Zur Verwendung kommen dabei vor allem im Frühjahr die frischen Triebe und später die reifen Beeren. Das feine Holz wird gerne für Schreiner- und Drechslerarbeiten genutzt. Der Wacholder ist wegen seiner wohltuenden Wirkung und seines eigentümlichen Geschmacks eine beliebte Zutat beim Schnaps brennen. So gibt es zahlreiche Schnäpse des Wacholders, so z.B. in Deutschland der Steinhäger, in Holland der Genever und in England der Gin. Über die Heilwirkung des Wacholders schreibt Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrierten Kräuterbuch: Arten: Gemeiner Wacholder (I. communis), nützlicher, allbekannter Strauch, dessen Höhe und Dicke von seinem Standort abhängt; wächst bei uns und im ganzen nödlichen Europa auf trockenen Hügeln, dürren Waidplätzen, an Rainen und dgl., wo er nur 6-12 Dcmtr. hoch wird, während er in gutem lettigen [?] Boden, wo man ihn unter der Scheere hält, 6-9 Meter erreicht. […] Anwendung: Die Wacholderbeeren sind der nutzbarste...
Die Herbstaster (Aster novi-belgii)

Die Herbstaster (Aster novi-belgii)

Wenn sie blüht, dann ist der Sommer vorbei: Die Herbstaster (Aster novi-belgii). Diese Pflanze trägt auch die Namen Neubelgische Aster und Glattblatt-Aster, man findet sogar einen zweiten lateinischen Namen Symphyotrichum novi-belgii. Sie gehört in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kam erst im 18. Jahrhundert als Gartenpflanze aus Nordamerika zu uns, hat sich aber schnell als beliebte Gartenpflanze durchgesetzt und ist heute in vielen Gärten zu finden. Dabei können die Blütenfarben ihrer vielen Sorten alle Schattierungen zwischen weiß, rosa, purpur und violett annehmen. Sie wird recht hoch, bis zu 1,5 Meter und kann die volle Sonne vertragen. Was mir an der Pflanze besonders gut gefällt: sie wird von vielen Insekten angeflogen. So tummeln sich zahlreichen Arten von Fliegen, Bienen und Schmetterlingen um die Blüten. Außerdem konnte sich die Herbstaster bei uns sogar als Wildpflanze etablieren und zählt damit zu den sogenannten Neophyten, also den eingewanderten Pflanzen. Weitere Beiträge über Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) Die Weiße Pestwurz (Petasites albus) Heilkraut und Färberpflanze: der Echte Alant (Inula helenium) Achillea millefolium Die Silberdistel (Carlina acaulis) Pflanze mit starker Symbolkraft: das Edelweiß (Leontopodium...