Sichtungsgarten Weihenstephan bei Freising

Sichtungsgarten Weihenstephan bei Freising

Fast zwei Jahre habe ich erst als Hiwi (studentische Hilfskraft), später als Diplomand am Lehrstuhl für Naturschutz und Landnutzungsplanung an der Fakultät für Forstwissenschaft der Münchner Uni in Weihenstephan gearbeitet. Aber erst Jahre später habe ich den Sichtungsgarten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf kennengelernt. Das ist sehr schade, denn der Sichtungsgarten Weihenstephan in Freising ist für mich einer der schönsten botanischen Gärten. Unspektakulär zwar, aber die Einrichtung besticht durch die schlichte und konsequent auf Gartenbelange ausgerichtete Anlage. Wer Inspirationen für seinen eigenen Garrten sucht ist hier richtig. Der Garten wurde bereits 1947 angelegt. Die Einrichtung dient als Lehr- und Sichtungsgarten hautpsächlich der Ausbildung und der Sichtung von Sorten ausgewählter Gartenpflanzen, aber der gesamte Garten ist während des Sommerhalbjahres frei und kostenfrei zugänglich. Ein Besuch lohnt sich meiner Ansicht nach vor allem im Frühsommer zur Blüte der Pfingstrosen (Paeonia). Die Sichtungsarbeit für die Stauden wurde zwar vor Jahren aufgegeben, aber die zahlreichen Beete mit Pfingstrosen bieten immer noch eine sehenswerte Blütenpracht. Weitere Höhepunkte sind der Steingarten sowie zahlreiche weitere, farblich wunderschön gestaltete Staudenbeete. Die Anlage eines Nutzgartens liefert Beispiele und Anregungen für den eigenen Küchengarten. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte, also einige Impressionen aus dem wunderschönen Garten im Norden Münchens: Sichtungsgarten Weihenstephan, Beete mit Pfingstrosen (Paeonia) Blühende Pfingstrose (Paeonia) im Sichtungsgarten Weihenstephan Staudenbeet mit geschmackvoller Bepflanzung weiß-, gelb- und blaublühender Stauden Steppensalbei (Salvia nemorosa) in einem der Staudenbeete Wunderschön angelegte, terrasierte Steingärten im Sichtungsgarten Weihenstephan Anlage eines Nutzgartens mit Gemüse zu Schauzwecken Auch ein Gemüsebeet mit Salat kann eine Zierde sein Der Sichtungsgarten gehört mit dem Buchsgarten, dem Oberdieckgarten und weiteren kleineren Ablegern zu den sogenannten Weihenstephaner Gärten. Wer anlässlich...
Singvögeln im Garten helfen

Singvögeln im Garten helfen

Fröhliches Vogelgezwitscher im Garten ist eine der schönsten Freuden, die uns die Natur schenkt. Doch viele der kleinen Singvögel sind heute durch ausgeräumte Agrarlandschaften, in denen überlebenswichtige Landschaftselemente wie Feldraine und Hecken fehlen, bedroht. Umso wichtiger ist es, den eigenen Garten auch für die Vogelwelt ansprechend zu gestalten. Oasen für Singvögel schaffen Amsel, Drossel, Fink und Star sind sicherlich die bekanntesten Vögel in deutschen Landen. Doch auch viele andere Vogelarten tummeln sich gern in der Nähe des Menschen und lieben strukturreiche Gärten. Der NABU stellt daher in seiner Broschüre „Vögel im Garten“ die dreißig häufigsten Vögel des Siedlungsraums vor und gibt Tipps, wie man im Garten, aber auch am Haus durch Sträucher und Nistmöglichkeiten einen attraktiven Lebensraum für Meisen und Co. schaffen kann. Erkennungsmerkmale und kurze Porträts bietet auch der kostenlose Ratgeber Singvögel in Deutschlands Gärten. Hier erfährt man auch, welche Gestaltungselemente im Garten den einzelnen Singvogelarten besonders helfen. Während z.B. Grünfinken, Goldammern, Amseln und Zaunkönige Hecken und deren Früchte lieben, findet u.a. der Sperlinge einen willkommenen Lebensraum und Nahrungsgrundlage am Gartenteich, da hier gute Bedingungen für deren Beutetiere herrschen. Bei der Pflanzenauswahl sollten Gartenbesitzer auf einheimische Arten, die den Singvögeln im Herbst und Winter eine natürliche Nahrungsquelle bieten, achten. Anstatt Vögel am Futterhäuschen zu füttern, ist es sinnvoll, Beerensträucher und ölhaltige Früchte wie Sonnenblumen anzupflanzen. Hier können sich die Vögel bedienen und kommen so gut durch den Winter. Nisthilfen – nicht nur im Frühjahr bewohnt Eine weitere Möglichkeit, Vögeln einen angenehmen Lebensraum zu schaffen, bieten Nistkästen. Sie sind nicht nur im Frühjahr für die erfolgreiche Brutaufzucht notwendig, sondern bieten auch im Winter Unterschlupf. Da Vögel eine hohe Körpertemperatur...
Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Nieswurze aus der Gattung Helleborus gehören mit zu den frühesten Blühern in unseren Gärten. Ihre Blüten können je nach Witterung bereits ab Januar oder Februar erscheinen und bleiben bis in den April hinein. Die Gattung gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Das Farbspektrum der Blüten der vielen Sorten reicht dabei von weiß, rosa, violett bis hin zu grün. Der Gattung der Nieswurze, die bei uns in Deutschland oft auch als als Christrosen bezeichnet werden, umfassen mehrere sehr ähnliche Arten. Dazu zählen neben der eigentlichen Christrose (Helleborus niger) auch die Arten der Grünen Nieswurz (Helleborus viridis), der Lenzrose (Helleborus orientalis) sowie die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus). Bis in das 19. Jahrhundert hinein war die Christrose (Helleborus niger) wegen der Farbe ihrer Wurzeln auch Schwarze Nieswurz oder Schneerose genannt eine sehr beliebte Gartenblume. Mit der Einführung neuer, exotischer Arten wurde sie aber nach und nach verdrängt. In den Jahren zwischen 1870 und 1880 wurde zahlreiche neue Sorten gezüchtet. In dieser Zeit warern sie sehr beliebt, was sich aber schon bald wieder änderte. Viele Züchtungen sind somit wieder verloren gegangen. Heute sind die Helleboren weniger bekannt als viele andere unserer Gartenblumen und doch findet man sie fast in jeden Garten. Vielleicht liegt das daran, das sie ausgesprochene Schattenpflanzen sind und deswegen auch noch in den verstecktesten und dunkelsten Winkeln eines Gartens gedeihen können. Die Nieswurze sind allesamt giftig! Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich nicht aus dem Lateinischen, sondern aus dem Griechischen ab: »Hellin« bedeutet ‚töten‘, »bora« heißt ‚Nahrung‘. Die Symptome einer Vergiftung mit Helleborus reichen je nach Dosis von Erbrechen, Delirium bis zu Bewußtlosigkeit und können sogar zum Tode führen. Jedes...
Frühlingsboten im Garten

Frühlingsboten im Garten

Draußen liegt zwar noch ein geschlossene Schneedecke, aber sie wird zusehends dünner und die ersten Lücken zeigen sich. Lang kann es also nicht mehr dauern, bis sich diese Frühlingsboten zeigen, denn die Tage werden wieder länger, die Sonne käftiger und damit wächst auch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt. Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Winterling (Eranthis hyemalis) Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum) Leberblümchen (Anemone hepatica, Hepatica triloba) Krokus (Crocus vernus) Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Buschwindröschen (Anemone nemorosa), hier gemeinsam mit dem Leberblümchen (Anemone hepatica) Blaustern (Scilla)   Ähnliche Beiträge Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Der Winterling (Eranthis hyemalis) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Wilder Krokus (Crocus vernus) Leberblümchen, Anemone hepatica Blausterne (Scilla) als...
Meine Gartenplanung für 2015

Meine Gartenplanung für 2015

Der Winter ist ja keine so richtige Zeit für den Garten. Oder doch? Ohne Winter würde mir jedenfalls etwas fehlen, nämlich die Vorfreude auf die nächste Gartensaison. Aber wie überbrückt man diese stade Zeit? Zum Beispiel mit dem Schmökern von Gartenbüchern und der Planung für das kommende Gartenjahr. Dabei ist der Begriff Gartenplanung in meinem Fall etwas überstrapaziert, den meist beschränkt sich meine Planung der Jahreszeit entsprechend auf einige gute Vorsätze. Und ein großer Vorsatz, den ich mir Jahr für Jahr vornehme, lautet: mehr Gemüse aus dem eigenen Garten. Aber dieses Jahr! Denn meine Erfolge beim Anbau von eigenem Obst und Gemüse halten sich in Grenzen. Dabei ist es immer wieder ein Genuss, das eigene Gemüse frisch aus dem eigenen Garten in der Küche zu verwenden. Direkt aus dem Garten schmeckt es einfach deutlich besser. Das Gemüsebeet ist mit ca. 25 bis 30 qm recht klein und reicht bei Weitem nicht zur Selbstversorgung, aber mit einer etwas ernsthafteren Planung sollte sich doch etwas mehr Ertrag aus diesem kleinen Stück Land holen lassen. Dabei haben wir mit den verschiedensten Gemüsepflanzen und -sorten sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Was gut gedeiht Die lohnenden Gemüsesorten im eigenen Beet: Bohnen. Grüne Buschbohnen sind ein lohnendes und einfach zu ziehende Gemüse. Frisch aus dem Garten schmecken die Bohnen viel besser als ihresgleichen aus dem Supermarkt. Es sitzen zwar viele Schnecken unter den Blättern, aber die meisten Bohnen bleiben verschont. Wenn wir es jetzt noch schaffen, die Bohnen zeitlich versetzt zu pflanzen, hätten wir den ganzen Sommer über Nachschub. Erdbeeren. Auch wenn die letzten beiden Jahre eher enttäuschend waren, so haben wir einige Jahre viele schöne...
Gelege von Blaumeisen mit 16 Eiern

Gelege von Blaumeisen mit 16 Eiern

Diese Woche haben wir in unserem Garten die Vogelhäuschen sauber gemacht. Dabei haben wir in einem Häuschen ein traurige, aber auch interessante Entdeckung gemacht: ein verlassenes Gelege einer Blaumeise (Cyanistes caeruleus, Syn. Parus caeruleus) mit 16 Eiern! Die Blaumeisen hatten wir zwar beobachtet, wie sie das Vogelhäuschen bezogen hatten. Ob sie allerdings erfolgreich gebrütet hatten, haben wir nicht mehr mitbekommen. Aber offensichtlich haben sie Ihr Gelege nach der Eiablage verlassen, denn es lagen jetzt im Hebst noch 16 Eier im Nest. Ich kann mir kaum vorstellen, wie ein so kleiner Vogel wie die Blaumeise 16 Eier legen kann, aber auf Wikipedia habe ich gelesen, dass 8 bis 12 Eier normal sind, auch schon eine ganze Menge für so ein kleines Tier. Aber eswurden auch schon Nester mit 17 Eiern gefunden. Schade, dass aus dieser Brut nichts geworden ist. Aber vielleicht nächstes Jahr wieder, das Vogelhäuschen ist bereit. Beeindruckend finde ich auch die sicherlich zufällig entstandene farbliche Gestalung des Nestes. Es kommt fast so vor, als hätten die Blaumeisen die roten Fasern im Nest bewusst angeordnet. Weitere Beiträge über Vögel im Garten Vögel im...