florilegium blog

Leben im Garten

Singvögeln im Garten helfen

Fröhliches Vogelgezwitscher im Garten ist eine der schönsten Freuden, die uns die Natur schenkt. Doch viele der kleinen Singvögel sind heute durch ausgeräumte Agrarlandschaften, in denen überlebenswichtige Landschaftselemente wie Feldraine und Hecken fehlen, bedroht. Umso wichtiger ist es, den eigenen Garten auch für die Vogelwelt ansprechend zu gestalten. Oasen für Singvögel schaffen Amsel, Drossel, Fink und Star sind sicherlich die bekanntesten Vögel in deutschen Landen. Doch auch viele andere Vogelarten tummeln sich gern in der Nähe des Menschen und lieben strukturreiche Gärten. Der NABU stellt daher in seiner Broschüre „Vögel im Garten“ die dreißig häufigsten Vögel des Siedlungsraums vor und gibt Tipps, wie man im Garten, aber auch am Haus durch Sträucher und Nistmöglichkeiten einen attraktiven Lebensraum für Meisen und Co. schaffen kann. Erkennungsmerkmale und kurze Porträts bietet auch der kostenlose Ratgeber Singvögel in Deutschlands Gärten. Hier erfährt man auch, welche Gestaltungselemente im Garten den einzelnen Singvogelarten besonders helfen. Während z.B. Grünfinken, Goldammern, Amseln und Zaunkönige Hecken und deren Früchte lieben, findet u.a. der Sperlinge einen willkommenen Lebensraum und Nahrungsgrundlage am Gartenteich, da hier gute Bedingungen für deren Beutetiere herrschen. Bei der Pflanzenauswahl sollten Gartenbesitzer auf einheimische Arten, die den Singvögeln im Herbst und Winter eine natürliche Nahrungsquelle bieten, achten. Anstatt Vögel am Futterhäuschen zu füttern, ist es sinnvoll, Beerensträucher und ölhaltige Früchte wie Sonnenblumen anzupflanzen. Hier können sich die Vögel bedienen und kommen so gut durch den Winter. Nisthilfen – nicht nur im Frühjahr bewohnt Eine weitere Möglichkeit, Vögeln einen angenehmen Lebensraum zu schaffen, bieten Nistkästen. Sie sind nicht nur im Frühjahr für die erfolgreiche Brutaufzucht notwendig, sondern bieten auch im Winter Unterschlupf. Da Vögel eine hohe Körpertemperatur...

Narzissen, Klassiker im Frühlingsgarten

Narzissen (Narcissus) oder auch Osterglocken gehören in jeden Frühlingsgarten. Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Wie Tulpen und Hyazinthen kamen sie bereits im 16. Jahrhundert in unsere Gärten. Und wie diese beeindruckt die Osterglocke durch zahlreiche Sorten und Variationen, angeblich mit bis zu 24.000 Sorten! Anbei einige Beispiele von Narzissen aus meinem Garten (leider bin ich ganz ganz schlecht im Notieren der Sorten). Aber so ganz scheinen sie sich bei mir nicht wohl zu fühlen, denn über die Jahre werden die meisten Sorten wieder weniger und verschwinden dann ganz. Die Variante mit den gefüllten Blüten hat sich bei mir im Garten nicht bewährt. Zu schwer die Blüte und zu empfindlich gegenüber Wind und Regen: Die meisten Stängel knicken ab. Die Narzisse ist nicht nur eine beliebte Gartenblume, sondern sie wurde früher auch medizinell eingesetzt. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem Illustrierten Kräuterbuch über die Narzisse: Gebrauch: Wenn man die etwas scharfe Zwiebel zerquetscht, mit Honig und Oel vermischt, so leistet sie bei Brandschäden gute Dienste; bei Wunden und Geschwüren ist sie ebenfalls heilsam. Die Narcissenwurzel wird auch häufig als Brechmittel gebraucht. – Gemeine oder Gelbe N. (N. pseudonarcissus), die Blumen sind gelb, einfach oder gefüllt; der Honigbehälter ist glockenförmig; geruchlos; ist im südlichen Europa zu Hause; findet sich aber auch bei uns nicht selten. Die Zwiebeln erregen frisch Erbrechen, und wirken gekocht abführend. Ist ausdauernd; blüht im März und April. Die schleimigen, bitterlichen und narkotisch-scharfen Blüthen waren früher als große Narcissenblumen gegen Keuchhusten, Hysterie, Epilepsie, Ruhren und Wechselfieber gebräuchlich. Sie erregen gleichfalls Erbrechen und ein daraus bereiteter Extrakt soll tödlich wirken. Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllisgewächse...

Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Nieswurze aus der Gattung Helleborus gehören mit zu den frühesten Blühern in unseren Gärten. Ihre Blüten können je nach Witterung bereits ab Januar oder Februar erscheinen und bleiben bis in den April hinein. Die Gattung gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Das Farbspektrum der Blüten der vielen Sorten reicht dabei von weiß, rosa, violett bis hin zu grün. Der Gattung der Nieswurze, die bei uns in Deutschland oft auch als als Christrosen bezeichnet werden, umfassen mehrere sehr ähnliche Arten. Dazu zählen neben der eigentlichen Christrose (Helleborus niger) auch die Arten der Grünen Nieswurz (Helleborus viridis), der Lenzrose (Helleborus orientalis) sowie die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus). Bis in das 19. Jahrhundert hinein war die Christrose (Helleborus niger) wegen der Farbe ihrer Wurzeln auch Schwarze Nieswurz oder Schneerose genannt eine sehr beliebte Gartenblume. Mit der Einführung neuer, exotischer Arten wurde sie aber nach und nach verdrängt. In den Jahren zwischen 1870 und 1880 wurde zahlreiche neue Sorten gezüchtet. In dieser Zeit warern sie sehr beliebt, was sich aber schon bald wieder änderte. Viele Züchtungen sind somit wieder verloren gegangen. Heute sind die Helleboren weniger bekannt als viele andere unserer Gartenblumen und doch findet man sie fast in jeden Garten. Vielleicht liegt das daran, das sie ausgesprochene Schattenpflanzen sind und deswegen auch noch in den verstecktesten und dunkelsten Winkeln eines Gartens gedeihen können. Die Nieswurze sind allesamt giftig! Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich nicht aus dem Lateinischen, sondern aus dem Griechischen ab: »Hellin« bedeutet ‚töten‘, »bora« heißt ‚Nahrung‘. Die Symptome einer Vergiftung mit Helleborus reichen je nach Dosis von Erbrechen, Delirium bis zu Bewußtlosigkeit und können sogar zum Tode führen. Jedes...

Der Huflattich (Tussilago farfara)

Der Huflattich (Tussilago farfara) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört im Frühjahr mit zu den ersten Pflanzen, die blühen. Dabei erscheinen die leuchtend gelben Blüten vor den hufeisenförmigen Blättern. Die Pflanze gehört zu den alten Heilkräutern, sie war 1994 Heilpflanze des Jahres. Im Volksmund hat der Huflattich zahlreiche weitere Namen wie z.B. Breit- oder Brustlattich, Ackerlatsche, Esels- oder Rosshuf, Fohlenfuß und Hufblatt. Der Huflattich wächst oft auf Brachland, vor allem auf Baustellen oder an Straßenrändern kann er recht häufig auftreten. Er liebt durchlässigen Boden sowie warme und trockene Standorte. Im Gebirge kommt er bis in Höhen von über 2.000 Metern vor. Seine Wurzelausläufer können bis zu 2 Metern lang werden. Dank seiner schleimlösenden Inhaltsstoffe in den Blättern gehört der Huflattich zu einem der ältesten Hustenmitteln. So schreibt Herrmann Fischer in »Heilung durch die Natur« (vermutlich von 1920) zur Verwendung des Huflattichs: Der Tee von Huflattichblättern und Blüten ist sehr gut für Husten und Katarrh und wird auch als Brusttee verwendet. Aus Kräuterbüchern: Huflattich dient gegen alle Leiden der Brust, Enge des Atems, Keuchen und Husten. Man mag die Blätter sieden und den Tee trinken oder das Pulver in süßem Wein einnehmen. Die Blätter auflegen; sie lindern die Hitze und heilen die Rose. Sie sind auch als Einlage bei Scheidenbrennen sehr zu empfehlen. Bei einem solch alten Heilkraut wie dem Huflattich gibt es natürlich auch bei Dr. Ferdinand Müller in seinem Illustrierten Kräuterbuch einen ausführlichen Eintrag: Gebrauch: Die fast geruchlosen Blätter werden im Mai bis Juni gesammelt und geben ein empfehlenswerthes Mittel bei Lungenleiden, Verschleimung der Lungen und der Halsader, Luftröhrenschwindsucht. Der frisch ausgepreßte Saft der Blätter wird 3-4...

Leberblümchen, Anemone hepatica

Das leuchtend blau bühende Leberblümchen (Anemone hepatica, früher auch Hepatica triloba) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört mit zu den Frühlingsboten unter unseren Wildblumen. Es kommt in lichten Laubwäldern mit kalkhaltigem Boden vor. Wo es wächst tritt es meist in größerer Zahl auf. Als Gartenform des Leberblümchens werden zahlreiche Farbvarianten angeboten, deren Blütenfarbe weiß oder blau, aber auch rosa und rot ausfallen kann. In der Natur sind die Leberblümchen bei uns in Deutschland streng geschützt. Auch wenn sie an ihren Standorten sehr zahlreich auftreten können, gehören sie doch zu den gefährdeten Arten. Der Name Leberblümchen leitet sich von den dreilappigen Blättern ab, die einer menschlichen Leber ähneln sollen. Im Mittelalter wurde deshalb auf eine heilende Wirkung bei Leberkrankheiten geschlossen. Heutzutage findet die Pflanze als Heilkraut keine Anwendung mehr. Sie gilt allerdings als schwach giftig, da sie reizende Inhaltsstoffe enthält. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem »Illustrierten Kräuterbuch« (1866) über das Leberblümchen: Wenn man die frischen Blätter zerstößt und auf Wunden und offenen Geschwüre legt, so stillen sie das Bluten und wirken reinigend auf dieselben. Der Same treibt den Harn, Sand und Stein ab, wenn man ihn entweder in Wein oder Wasser kocht und dieses trinkt oder wenn man ihn pulverisiert und in Wein oder Bier einnimmt. Weitere Beiträge über Vertreter der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus) Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Japan-Anemone (Anemone japonica) oder auch Herbstanemone Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Zwiebel, Safran, Fingerhut – 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben Autor: Bill Laws Verlag: Gerstenberg Verlag Preis: 16,95...

Wilder Krokus (Crocus vernus)

Krokusse kennt jeder als farbige Frühlingsblume in den Gärten. Weniger häufig trifft man auf wildwachsende Frühlingskrokusse (Crocus vernus), die sehr viel kleiner und zarter gefärbt sind als ihre Gartenform. Der Krokus gehört zur Familie der Iridaceae, den Schwertliliengewächsen. Die Krokusse auf den Bildern wachsen auf dem Schachen, einer hoch gelegenen Almwiese in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Dort oben findet sich übrigens auch das Jagdschloss von König Ludwig II und der Alpengarten, einer Außenstation des Botanischen Gartens München. Diese haben so früh im Jahr allerdings noch geschlossen. Weitere Beiträge über Vertreter der Schwertliliengewächse (Iridaceae) Die Blüte der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) auf den Wiesen am südlichen Ammersee Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Zwiebel, Safran, Fingerhut – 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben Autor: Bill Laws Verlag: Gerstenberg Verlag Preis: 16,95...

Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum)

Dem Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sehr ähnlich ist der Märzenbecher (Leucojum vernum), der wie ersteres zu der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) zählt. Auch beim Märzenbecher drücken sich die Blattspitzen im zeitigen Frühjahr durch den Schnee, die Blüten öffnen sich aber erst so richtig nach denen des Schneeglöckches, zumindest bei mir im Garten. Wegen der großen Ähnlichkeit mit dem Schneeglöckchen wird letzteres oft auch als Kleines und der Märzenbecher als Großes Schneeglöckchen bezeichnet. Daher ist vielen nicht bewusst, dass es sich bei den Pflanzen um zwei Arten aus unterschiedlichen Gattungen handelt. Selbst in Dr. Ferdinand Müllers Illustrietem Kräuterbuch sind die beiden Arten als Großes und Kleines Schneeglöckchen zusammengefasst. Weitere Namen des Märzenbechers sind Frühlings-Knotenblume, Frühlingsblume, Märzglöckchen oder Sommertürchen. Über eine medizinische Verwendung des Märzenbechers konnte ich nichts finden, aber selbst Dr. Ferdinand Müller kommt in seinem Kräuterbuch über die Frühlingsboten ins Schwärmen und gesteht ihnen einen Nutzen alleine dadurch zu, dass sie den nahenden Frühling ankündigen: Beide [Anmerkung: das Große und das Kleine Schneeglöckchen] verkündigen die baldige Ankunft des wiederkehrenden, angenehmen Frühlings, und hat deshalb ihre Schönheit einen größeren Werth, daher pflanzt man sie häufig im Garten. Weitere Beiträge über Vertreter aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Farbenprächtige Kübelpflanze: die Blutblume (Haemanthus katherinae) Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Zwiebel, Safran, Fingerhut – 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben Autor: Bill Laws Verlag: Gerstenberg Verlag Preis: 16,95...

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Der Frühlingsbote schlechthin: das Kleine oder auch das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Es gehört in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die Blüten erscheinen oft schon im Februar und schieben sich durch den schmelzenden Schnee. Ein weiterer Name des zierlichen Pflänzchens ist Schneetröpfchen. Das Schneeglöckchen wird leicht mit dem etwas später blühenden Märzenbecher (auch Knotenblume, Leucojum vernum) verwechselt. Da das Schneeglöckchen den nahenden Frühling ankündigt, wird es bereits seit Jahrhunderten im Garten als Zierpflanze angesiedelt. Besonders schön kommt es dabei zur Geltung, wenn die Pflanze in alten Parkanlagen mit seinen leuchtend weißen Blüten große Teppiche bildet. Für den Garten werden zahlreiche Zuchtformen und Sorten angeboten. Das Schneeglöckchen gilt als giftig. Gifte haben je nach Dosierung oft auch eine pharmazeutische Wirkung, aber über eine medizinische Verwendung konnte ich nichts finden. Weitere Beiträge über Vertreter der Amaryllis-Gewächse (Amaryllidaceae) Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea) Farbenprächtige Kübelpflanze: die Blutblume (Haemanthus katherinae) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Zwiebel, Safran, Fingerhut – 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben Autor: Bill Laws Verlag: Gerstenberg Verlag Preis: 16,95...

Frühlingsboten im Garten

Draußen liegt zwar noch ein geschlossene Schneedecke, aber sie wird zusehends dünner und die ersten Lücken zeigen sich. Lang kann es also nicht mehr dauern, bis sich diese Frühlingsboten zeigen, denn die Tage werden wieder länger, die Sonne käftiger und damit wächst auch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt. Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Winterling (Eranthis hyemalis) Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum) Leberblümchen (Anemone hepatica, Hepatica triloba) Krokus (Crocus vernus) Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Buschwindröschen (Anemone nemorosa), hier gemeinsam mit dem Leberblümchen (Anemone hepatica) Blaustern (Scilla)   Ähnliche Beiträge Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Der Winterling (Eranthis hyemalis) Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum) Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Wilder Krokus (Crocus vernus) Leberblümchen, Anemone hepatica Blausterne (Scilla) als...

Blausterne (Scilla) als Frühlingsboten

Eine meiner Lieblingspflanzen sind Blausterne (Scilla) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Das liegt wohl mit daran, dass sie im Frühjahr mit zu den ersten Blüten im Garten gehören. Am Schönsten finde ich sie, wenn sie mit ihren Blüten dichte, leuchtend blaue Rasen bilden, meist in alten Parkanlagen. Bei mir im Garten wachsen sie bisher nur vereinzelt, ich hoffe das werden noch mehr! Außerdem bin ich mir bei den Arten nicht ganz sicher, denn die meisten dieser zarten Zwiebelpflänzchen sind aus dem Garten des Nachbars eingewandert. Auf alle Fälle ist der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia) vertreten und ich denke, es sind auch einige Exemplare des Sibirischen Blausterns (Scilla siberica) dabei. Dieser hat oft mehr als zwei Laubblätter an einem Spross und seine Blüten sind nickend. Die Blausterne sind giftig, vor allem die Zwiebel und der Samen enthalten Saponine, die bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen können. Über eine Heilwirkung der Pflanze oder eine andere Nutzung außer als Ziepflanze im Garten konnte ich über die Blausterne nichts finden. Beiträge über weitere Vertreter der Spargelgewächse Das Maiglöckchen oder auch die Maiblume (Convallaria majalis) Die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) Echtes oder Wohlriechendes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Zwiebel, Safran, Fingerhut – 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben Autor: Bill Laws Verlag: Gerstenberg Verlag Preis: 16,95...

Regenwasser ist umweltfreundlich, kostengünstig und gut für den Garten

Ein schöner und gepflegter Garten lässt das Gärtnerherz höher schlagen, allerdings benötigt er auch viel Pflege. Vor allem während der Trockenperioden im Sommer muss für eine optimale Bewässerung gesorgt werden. In dieser Zeit steigt der Wasserverbrauch in den Gärten extrem. Die Lösung ist einfach, Regenwasser ist umweltfreundlich und kostengünstig. Jetzt auf Ressourcen achten Nach Aussage des Dachverbandes der Wasserversorger lebt Deutschland in wasserwirtschaftlichem Überfluss. In anderen europäischen Ländern sieht das anders aus. So ist in England, Frankreich und Spanien die Gartenbewässerung aus der Trinkwasserversorgung während der jährlichen Hitzeperiode gesetzlich streng verboten. Auch wenn wir in Deutschland zumindest vorerst keine Wasserknappheit zu befürchten haben, sollte mit den Ressourcen vorsichtig umgegangen werden. Nach den Berechnungen der renommierten Organisation OECD ist allerdings in Zukunft mit steigender Wasserknappheit zu rechnen (Quelle: oecd.org). Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die Nutzung von Regenwasser in Haus und Garten. Das Amt für Umwelt und Natur in Gießen hat ermittelt, dass durch die Nutzung von Regenwasser eine Ersparnis von 20.000 Litern Trinkwasser möglich ist (Quelle: giessen.de). Dabei ist die eigene Versorgung mit Regenwasser bei dem heutigen Stand der Technik problemlos möglich. Schon das Aufstellen einer Regentonne zur Bewässerung des Gartens ist umweltfreundlich und schont den Geldbeutel. Immerhin benötigt ein Rasen wöchentlich rund 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Regentonne oder Zisterne Die einfachste Methode Regen abzufangen ist das Aufstellen einer Regentonne. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Tonne bei starkem Regen schnell überläuft und den Garten überschwemmt. Außerdem ist eine offene Regentonne ein beliebter Tummelplatz für Mücken. Eine bessere Methode besteht in der Montage einer Wassertonne an das Fallrohr des Hauses. Zu diesem Zweck wird...

Barfuß-Schuhe im Selbstversuch

Eigentlich sind sie ja ein Widerspruch in sich: Barfuß-Schuhe. Entweder barfuß oder mit Schuhen. Aber dann doch nicht, denn barfuß gehen soll sehr gesund sein. Aber immer und überall kann man dann doch nicht barfuß gehen: Entweder passt es aus gesellschaftlichen Gründen nicht (barfuß ins Büro?) und die Verletzungsgefahr ist dann doch zu groß. Und genau da setzen die Barfuß-Schuhe an: eine dünne, flache Sohle schützt zum Einen den Fuß und um denjenigen entgegen zu kommen, die sich an nackten Füßen stören, man trägt ordentliche Schuhe. Nachdem ich von der Firma Sole Runner, die bei mir hier in der Nachbarschaft angesiedelt ist, gefragt wurde, ob ich eines der neuen Modelle testen möchte, habe ich gleich zugesagt. Denn es interessiert mich schon eine ganze Zeit, wie sich das wohl anfühlt, das Gehen mit Barfuß-Schuhe. Außerdem habe ich ein Faible für junge, innovative Firmen, die Produkte jenseits des globalen Massenmarktes entwickeln. Der Weg von meiner Wohnung ins Büro ist nur ca. 500 Meter weit und ich gehe in meist zu Fuß. Außerdem führt es größtenteils über einen Feldweg, eine ideale Teststrecke also, zumal ich den Weg mehrfach am Tag gehe. Der erste Eindruck ist dann aber etwas komisch, so als hätte man vergessen, sich Schuhe anzuziehen. Das Gehgefühl ist tatsächlich so, als ob man barfuß geht: Der Schuh ist sehr leicht und die dünne Sohle lässt einen tatsächlich jedes Steinchen auf dem Weg spüren. Da der Boden zur Zeit in der Früh gefroren ist, spürt man auch die Kälte sehr schnell. Dieses Spüren des Untergrunds ist aber nicht unangenehm. Vor allem wenn ich später am Schreibtisch sitze, spüre ich ein Kribbeln...